Pa­vee spre­chen ei­ne ei­ge­ne Spra­che

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - STIMME DES WESTENS -

Ur­sprung Die Pa­vee (ab­wer­tend: Tin­ker) sind seit dem 13. Jahr­hun­dert in Ir­land do­ku­men­tiert. Tra­di­tio­nell ar­bei­te­ten sie als her­um­zie­hen­de Kup­fer­schmie­de und Kes­sel­fli­cker und züch­te­ten Pfer­de. Sie wa­ren auch wich­tig bei der Ver­brei­tung von Nach­rich­ten und Mu­sik; die Ent­wick­lung des Irish Folk wird auf sie zu­rück­ge­führt. Die Pa­vee spre­chen ei­ne ei­ge­ne Spra­che, das Shel­ta. Kon­flik­te Um ih­re La­ge zu le­gi­ti­mie­ren, be­ru­fen sich die Pa­vee oft auf Men­schen- und Ge­wohn­heits­rech­te. Das führt zu Streit mit Be­hör­den und An­woh­nern. Nur ein Vier­tel der Pa­vee in Ir­land lebt noch in Wohn­wa­gen, der Rest in Häu­sern oder Wohn­con­tai­nern am Stadt­rand. Ei­ner Um­fra­ge zu­fol­ge leh­nen 75 Pro­zent der eng­li­schen Be­völ­ke­rung die Irish Tra­vel­ler in der Nach­bar­schaft ab. Län­der Rund 86.000 Pa­vee ver­tei­len sich auf Ir­land, Groß­bri­tan­ni­en, USA, Ka­na­da und Aus­tra­li­en. Dort wer­den sie „The Sun­dow­ners“ge­nannt – weil sie ihr La­ger dort auf­schla­gen, wo die Son­ne un­ter­geht. Rech­te Die iri­sche Re­gie­rung hat die Tra­vel­ler im März als eth­ni­sche Min­der­heit an­er­kannt. Da­mit ist ih­re Kul­tur be­son­ders schüt­zens­wert.

FO­TO: HJBA

Ei­ne Grup­pe Pa­vee kam­pier­te auf den Düs­sel­dor­fer Rhein­wie­sen. Als die Po­li­zei kam, fuh­ren sie ab.

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