Schal­kes Trai­ner setzt Ka­pi­tän Hö­we­des ab

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - SPORT -

Te­des­co be­stimmt ein paar Ta­ge vor dem Po­kal­start Tor­wart Fähr­mann zum Spiel­füh­rer.

GEL­SEN­KIR­CHEN (dpa) Welt­meis­ter Be­ne­dikt Hö­we­des ist nicht mehr Ka­pi­tän des Fuß­ball-Bun­des­li­gis­ten FC Schal­ke 04. Zwei Ta­ge vor sei­nem Pflicht­spiel­de­büt als Trai­ner des Re­vier­clubs be­stimm­te Do­me­ni­co Te­des­co Tor­hü­ter Ralf Fähr­mann zum neu­en Spiel­füh­rer. Hö­we­des hat­te sechs Jah­re lang die Ka­pi­täns­bin­de auf Schal­ke ge­tra­gen.

„Es ist ei­ne Ent­schei­dung, die nicht ge­gen Be­ne­dikt Hö­we­des spricht. Wir wol­len Ver­ant­wor­tung de­le­gie­ren. Wir ha­ben es Be­ne er­klärt, er war am An­fang lo­gi­scher­wei­se ent­täuscht“, sag­te Te­des­co am Sams­tag auf der Pres­se­kon­fe­renz vor der Par­tie in der ers­ten DFB-Po­kalrun­de am Mon­tag­abend (18.30 Uhr) beim BFC Dy­na­mo.

„Da­mals wie heu­te hat mich die­ses Amt mit Stolz er­füllt“, schrieb Hö­we­des bei Twit­ter. Der Trai­ner ha­be ihm die Ent­schei­dung in der ver­gan­ge­nen Wo­che mit­ge­teilt. „Auch wenn ich die Ent­schei­dung nicht tei­le, ha­be ich die­se na­tür­lich zu ak­zep­tie­ren“, er­klär­te Hö­we­des.

Das Rät­sel­ra­ten um die Grün­de, die Te­des­co zu die­ser Um­be­set­zung be­wo­gen ha­ben, hat Hö­we­des nicht be­en­den kön­nen. Er gilt auf Schal­ke als ech­te Grö­ße. Ver­eins­treue ist für ihn kein lee­rer Be­griff, der le­dig­lich zu Sonn­tags­re­den taugt oder bei Be­su­chen der Fan­klubs stra­pa­ziert wird. Da­durch ist Hö­we­des bei den An­hän­gern be­liebt. Sie er­ken­nen an, dass da ei­ner für ver­meint­lich über­kom­me­ne Wer­te steht. In der Mann­schaft ist Hö­we­des an­er­kannt, weil auf ihn auch in den schwie­ri­gen Si­tua­tio­nen Ver­lass ist.

Ei­ne der ku­ri­os klin­gen­den Be­grün­dun­gen Te­des­cos für den Wech­sel im Ka­pi­tän­s­amt war, es sei nicht gut, dass sich die Kol­le­gen in sol­chen schwie­ri­gen Si­tua­tio­nen hin­ter dem brei­ten Rü­cken von Hö­we­des ver­ste­cken. Ob die Mit­spie­ler des Na­tio­nal­ver­tei­di­gers in Zu­kunft nicht mehr hin­ter dem Ab­wehr­mann in De­ckung ge­hen, nur weil der nicht mehr die Bin­de am Arm trägt, ist ei­ne sehr of­fe­ne Fra­ge.

Si­cher ist, dass Hö­we­des mit ei­ner or­dent­li­chen Por­ti­on Frust in den Pflicht­spielauf­takt ge­hen wird. Das muss der neue Trai­ner Te­des­co ein­kal­ku­liert ha­ben.

FOTO: DPA

Da gab’s noch gu­te Lau­ne: Be­ne­dikt Hö­we­des im Trai­nings­la­ger

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