Kon­zept für E-Mo­bi­li­tät wird über­ar­bei­tet

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF -

Die Po­li­tik hat zu vie­le Fra­gen, wie die neue Tech­nik ge­för­dert wer­den soll.

(arl) Fahr­zeu­ge mit Elek­tro­an­trieb sol­len vie­le Pro­ble­me in Düs­sel­dorf lö­sen – al­ler­dings sind beim Weg da­hin vie­le Fra­gen offen. Der Stadt­rat hat­te in sei­ner letz­ten Sit­zung vor der Som­mer­pau­se das „Hand­lungs­kon­zept E-Mo­bi­li­tät“von der Ta­ges­ord­nung neh­men las­sen. Die Po­li­tik hat noch zu vie­le Fra­gen da­zu, wie die Stadt­ver­wal­tung es er­rei­chen will, dass mehr E-Fahr­zeu­ge durch Düs­sel­dorf fah­ren. Al­lein die Grü­nen hat­ten ei­ne meh­re­re Sei­ten lan­ge Lis­te mit Än­de­rungs­wün­schen vor­ge­legt. Nach der Som­mer­pau­se sol­len die Ge­sprä­che jetzt wei­ter­ge­hen, das Um­welt­amt soll ei­ne ver­bes­ser­te Fas­sung vor­le­gen.

Im Kampf ge­gen die zu ho­he Luft­ver­schmut­zung gilt die Um­stel­lung auf E-An­trie­be als ei­ner der be­deu­tends­ten An­sät­ze. Das Am­pelBünd­nis aus SPD, Grü­nen und FDP hat die Rhein­bahn be­reits da­zu ge­drängt, mit E-Bus­sen zu ex­pe­ri­men­tie­ren, ob­wohl die Un­ter­neh­mens­spit­ze dar­an ge­zwei­felt hat­te, dass die tech­ni­sche Ent­wick­lung be­reits so weit fort­ge­schrit­ten ist, dass ein zu­ver­läs­si­ger Be­trieb mög­lich ist.

Das Hand­lungs­kon­zept lis­tet nun ei­ne Rei­he wei­te­rer Vor­ha­ben auf. Da­bei geht es ei­ner­seits dar­um, dass die städ­ti­schen Äm­ter mit gu­tem Bei­spiel vor­an­ge­hen und zu­min­dest be­gin­nen, ih­re Flot­te auf Elek­tro um­zu­stel­len. Die Di­enst­wa­gen der Stadt­spit­ze sind da­bei bis­lang nicht vor­ge­se­hen – das wür­den die Grü­nen gern än­dern, auch der CDUBun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Tho­mas Jar­zom­bek spricht sich da­für aus. Die Stadt­ver­wal­tung soll aber auch An­rei­ze da­für schaf­fen, dass pri­va­te Nut­zer um­stei­gen. So könn­ten et­wa E-Fahr­zeu­ge kos­ten­los par­ken. Der Ver­kehrs­club VCD kri­ti­siert das bis­lang vor­lie­gen­de Kon­zept als zu va­ge. Der Vor­sit­zen­de Iko Tön­jes be­klagt, dass kon­kre­te An­ga­ben zu Kos­ten und Zei­ten feh­len. „Wä­ren das nicht in­ter­es­san­te Fra­gen für Pro­jek­te in ei­nem Hand­lungs­kon­zept?“Tön­jes kri­ti­siert auch, dass das Kon­zept stark auf Au­tos ab­zielt. Da­bei sei klar, dass E-Au­tos in den kom­men­den Jah­ren kei­nen nen­nens­wer­ten Bei­trag leis­ten könn­ten, weil die Ver­brei­tung noch nicht groß ge­nug ist.

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