Ham­mer Pfarr­haus steht vor dem Ver­kauf

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - SCHULE UND BILDUNG -

HAMM (ni­ka) Drei Jah­re stand das denk­mal­ge­schüt­ze Haus an der Flo­rens­stra­ße leer, das soll sich nun än­dern. Im Früh­jahr hat­te sich der Kir­chen­vor­stand da­zu ent­schlos­sen, das 1840 er­bau­te Haus zu ver­kau­fen, im Ju­ni stell­te Phil­ipp Laf­lör, Mit­glied des Kir­chen­vor­stands der St. Bo­ni­fa­ti­us­ge­mein­de, das Haus ins In­ter­net. Ei­ni­ge An­ge­bo­te sei­en ein­ge­gan­gen, ei­nen Zu­schlag hat der Kir­chen­vor­stand jetzt er­teilt. Ein Kauf­ver­trag al­ler­dings ist noch nicht un­ter­schrie­ben, ei­ni­ge Punk­te bei der ver­trag­li­chen Ab­wick­lung sei­en noch nicht ge­klärt, be­rich­tet Laf­lör. Au­ßer­dem stün­de noch die Sa­nie­rung an. Wer den Zu­schlag be­kom­men hat, ist ge­heim. „Der Bie­ter möch­te nicht ge­nannt wer­den“, sagt das Vor­stands­mit­glied.

Per Bie­ter­ver­fah­ren wur­de das Haus im Ju­ni an­ge­bo­ten, der Min­dest­kauf­preis lag da­mals bei 400.000 Eu­ro. Bis zum 21. Ju­li konn­ten In­ter­es­sen­ten ein An­ge­bot ab­ge­ben mit ei­nem Nach­weis zum Fi­nan­zie­rungs­plan, an den Meist­bie­ten­den soll­te das Haus ge­hen. Wie viel Geld der­je­ni­ge be­zah­len will, da­zu woll­te sich Laf­lör auch nicht äu­ßern. Si­cher ist, dass der neue Ei­gen­tü­mer ei­ne mo­nat­li­che Erb­pacht in Hö­he von 996 Eu­ro be­zah­len wird. Die La­ge und die Grö­ße des Grund­stücks – näm­lich 713 Qua­drat­me­ter – wür­den die­sen Preis recht­fer­ti­gen, sag­te Laf­lör im Ju­ni. In den ers­ten zehn Jah­re will die Kir­che dem Käu­fer ent­ge­gen­kom­men, nur die Hälf­te der Erb­pacht wird er be­zah­len müs­sen, da­mit die an­fäng­lich ho­hen Kos­ten bei der Fi­nan­zie­rung ge­tra­gen wer­den kön­nen.

Glück­lich über den Ver­kauf des Hau­ses wa­ren nicht al­le Ham­mer: Ei­ni­ge wa­ren der Mei­nung, die Kir­che hät­te dort ei­ne Kin­der­ta­ges­stät­te un­ter­brin­gen kön­nen. An­de­re hat­ten die Idee, dass ei­ne grö­ße­re Flücht­lings­fa­mi­lie hät­te ein­zie­hen kön­nen. „Das woll­te die Stadt aber nicht“, sagt Laf­lör. Der Ver­kauf sei sinn­vol­ler ge­we­sen, aus wirt­schaft­li­chen Grün­den. Der Kir­chen­vor­stand hofft, dass ein Ei­gen­tü­mer mehr Zeit und En­ga­ge­ment in­ves­tie­ren kann in das er­hal­tungs­wür­di­ge Ob­jekt in Hamm.

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