Rich­ter schi­cken Frau für lan­ge Zeit ins Ge­fäng­nis

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - KINDERSEITE -

Fünf Jah­re dau­er­te der Pro­zess vor Ge­richt. Jetzt gibt es end­lich ein Ur­teil. Ei­ne Frau muss we­gen meh­re­rer Mor­de lan­ge ins Ge­fäng­nis.

ih­ren Freun­den ge­hol­fen, zehn Men­schen zu tö­ten, und muss le­bens­lang ins Ge­fäng­nis. „Es wird nicht nur der­je­ni­ge be­straft, der ei­ne Tat be­gan­gen hat, son­dern auch der­je­ni­ge, der ihm hilft oder ihn an­sta­chelt“, sagt der Ex­per­te Gre­gor Sa­mi­mi. Doch für die Rich­ter war es nicht leicht zu be­ur­tei­len, ob Bea­te Zschä­pe wirk­lich an den Mor­den be­tei­ligt war. Sie hat­ten kei­ne Be­wei­se, dass die Frau an den Tat­or­ten war. Des­halb muss­ten die Rich­ter In­di­zi­en prü­fen, er­klärt Gre­gor Sa­mi­mi. In­di­zi­en sind Hin­wei­se auf et­was. „Wur­de das Han­dy von je­man­dem am Tat­ort ge­or­tet? Dann ist das ein In­diz, dass der­je­ni­ge dort war“, er­klärt der Fach­mann an ei­nem Bei­spiel.„Um je­man­den aber tat­säch­lich zu ver­ur­tei­len, braucht es ei­ne In­di­zi­en-Ket­te, al­so meh­re­re In­di­zi­en.“Die Rich­ter ha­ben nun ent­schie­den: Die In­di­zi­en reich­ten aus, um Bea­te Zschä­pe zu ver­ur­tei­len. Und auch Hel­fer der Grup­pe schick­ten die Rich­ter am Mitt­woch ins Ge­fäng­nis. Die An­wäl­te von Bea­te Zschä­pe sag­ten aber schon: „Wir wol­len ge­gen das Ur­teil vor­ge­hen.“dpa

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