Ein Team macht Brey­el­ler His­to­rie le­ben­dig

Mit Korb und Stock als Kie­pen­drä­ger aus­ge­stat­tet, mit Herz­blut wer­den die Hei­mat­lie­der an­ge­stimmt: Die zehn Mit­glie­der des Kul­tur­teams pro­ben für ei­ne un­ge­wöhn­li­che Buch­vor­stel­lung

Rheinische Post Viersen - - NETTETAL -

BREYELL (busch-) Kon­zen­tra­ti­on im Re­gen­bo­gen­saal: „Mein Dörf­lein“von Hei­mat­dich­ter Hein­rich Hou­ben klingt durch den Saal – und kaum ist das letz­te Wort ver­klun­gen, klat­schen die Zu­hö­rer be­geis­tert.

„Ei­gent­lich soll­te bei ei­ner Ge­ne­ral­pro­be ja al­les schief­ge­hen“, sagt Au­tor Rolf In­gen­rieth. Mit dem zehn­köp­fi­gen Brey­el­ler Kul­tur­team probt er für die sze­nisch-mu­si­ka­li­sche Auf­füh­rung, die für sein neu­es Buch über Breyell ge­plant ist. Gün- ter Cox wird den Abend mo­de­rie­ren, da­zu gibt es Lie­der und Spiel­sze­nen. Ve­ra Gäb­ler ist in Kleid und Hut ge­schlüpft, wird den Ein­kauf in ei­nen Tan­te-Em­ma-La­den le­ben­dig ma­chen. „28 sol­cher Lä­den gab es in Breyell 1950“, be­rich­tet In­gen­rieth.

Auch Win­fried Sie­ben trägt An­zug und Hut. Mit Paul Lie­nen wird er ei­ne An­ek­do­te zei­gen. Heinz Sy­ben hat sein Kie­pen­trä­ger-Out­fit mit Korb und Stock an­ge­legt, ein­zig die Holz­schu­he feh­len. Al­le der zehn Ak­ti­ven ha­ben sich für ih­re Auf­ga­be in­ten­siv vor­be­rei­tet; ge­mein­sa­me Pro­ben wa­ren nur we­ni­ge nö­tig. Was die Grup­pe eint, ist die Be­geis­te­rung für Breyell. Die er­fasst so­gar an­we­sen­de Schaa­ger.

Die Vor­be­rei­tung für die sze­ni­sche Auf­füh­rung soll nicht das ein­zi­ge Pro­jekt des Kul­tur­teams blei­ben. Sie wer­den Rolf In­gen­rieths Buch auch bei der „Blau­en St­un­de“in der Stadt­bü­che­rei Net­te­tal vor­stel­len, Aben­de zu Hei­mat­dich­tern sind eben­falls ge­plant. Ein Her­zens­wunsch von al­len: das Pas­si­ons­spiel von Hein­rich Hou­ben auf­zu­füh­ren. „Die Kir­che kön­nen wir nut­zen“, sagt Inegn­rieth mit leuch­ten­den Au­gen. Jetzt feh­len noch Darstel­ler. In­fo Am Frei­tag, 20. Ok­to­ber, von 19 bis 22 Uhr, wird im Re­gen­bo­gen­saal das neue Buch „Breyell hukt kna­bich“mit ei­ner mu­si­ka­lisch- sze­ni­schen Auf­füh­rung vor­ge­stellt. Her­aus­ge­ber ist der Ver­kehrs­ver­ein, An­lass ist die 900-Jahr-Fei­er in 2018.

RP-FO­TO: BUSCHKAMP

Buch­au­tor Rolf In­gen­rieth (am Tisch) ha en­ga­gier­te Mit­strei­ter ge­fun­den, die als Brey­el­ler Kul­tur­team et­was für ih­ren Ort tun wol­len. Am 20. Ok­to­ber ge­stal­ten sie ei­ne mu­si­ka­lisch-sze­ni­sche Le­sung. Lang­fris­tig schwe­ben ih­nen Dich­ter aben­de und die Auf­füh­rung ei­nes Pas­si­ons­spiel von Hein­rich Hou­ben vor.

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