Gip­fel­tref­fen der Pfer­de­ex­per­ten

Auf dem Hün­xer Guts­hof „Glück­auf“kann man am Don­ners­tag bei der Stu­ten- und Foh­len­schau schö­ne Tie­re be­stau­nen. Mit da­bei ist auch die Rhein­ber­ger Fa­mi­lie Werth, die mit vier Stu­ten und Foh­len an­reist.

Rheinische Post Xanten - - REGION NIEDERRHEIN - VON RE­NE PUTJUS

RHEINBERG Als Hein­rich Werth als 15-Jäh­ri­ger an­fing, sich in­ten­si­ve­rer für die Pfer­de­zucht zu in­ter­es­sie­ren, da ging’s nicht al­lein ums Geld. „Es war ei­ne Pas­si­on. Al­les lief übers Bauch­ge­fühl“, sagt der Va­ter von Isa­bell Werth, der er­folg­reichs­ten Dres­sur­rei­te­rin der Welt. Auf dem Hof der Rhein­ber­ger Fa­mi­lie mach­te der Vor­stand des Kreis­pfer­de­zucht­ver­eins We­sel Wer­bung für die Stu­ten- und Foh- len­schau am Don­ners­tag, 22. Ju­ni auf dem Hün­xer Guts­hof „Glück­auf“am Stern­weg 140.

Die Werths wer­den mit vier Stu­ten und Foh­len nach Hün­xe fah­ren. „Isa­bell woll­te ei­gent­lich we­ni­ger Zeit in die Zucht in­ves­tie­ren. Aber das klappt nicht so rich­tig. Es ist halt ei­ne Lei­den­schaft von ihr. Auch weil sie es toll fin­det, die Tie­re auf­wach­sen zu se­hen“, so Werth se­ni­or. So wie der 81-jäh­ri­ge Pfer­de-Ex­per­te hat auch Kreis-Tier­zucht-Be­ra­ter Lud­wig Hein­rich Werth Her­manns fest­ge­stellt, dass die „Züch­ter im Rhein­land im­mer äl­ter wer­den“.

Jörg Zahn, der Vor­sit­zen­de des Kreis­pfer­de­zucht­ver­eins We­sel, weiß, war­um: „Es liegt am Struk­tur­wan­del, aber auch an der Ab­satz­pro­ble­ma­tik.“Im­mer mehr El­tern ent­schei­den sich, ih­ren Kin­dern ein be­reits gut aus­ge­bil­de­tes Pferd zu kau­fen. „Die we­nigs­ten wol­len noch sel­ber von der Pi­ke auf ler­nen – das ist sehr scha­de“, sagt Hein­rich Werth.

Im Kreis We­sel gibt’s ak­tu­ell rund 175 ak­ti­ve Züch­ter, im Be­reich des Pfer­de­sport­ver­bands Rhein­land et­wa 800. Lud­wig: „Heu­te wird zu viel nach Zah­len ge­züch­tet. Frü­her hat der Züch­ter nach Bauch­ge­fühl ent­schie­den – und hat­te wahr­schein­lich öf­ter recht da­mit, ob ein Foh­len gu­te Vor­aus­set­zun­gen mit­brach­te.“Er merkt an, dass zur Stu­ten- und Foh­len­schau auf dem Hof von Eva und Pe­ter En­gel, die die Kreis­züchter­zen­tra­le mit dem Han­no­ve­ra­ner Ver­band und dem Rhei­ni­schen Pfer­de­stamm­buch ver­an­stal­tet, nicht nur Fach­pu­bli­kum will­kom­men sei.

„Wir la­den al­le klei­nen und gro­ßen Pfer­d­e­in­ter­es­sier­ten ein. Der Ein­tritt ist frei“, sagt Lud­wig. 150 Pfer­de wer­den über den Ring ge­hen. Ver­schie­de­ne Kri­te­ri­en wie Kor­rekt- heit oder Schwung des Gan­ges lie­gen der Be­wer­tung zu­grun­de. Ei­ne Ju­ry ver­teilt Punk­te. Los geht’s um 10 Uhr. Es gibt Stu­ten und Foh­len der ver­schie­dens­ten Ras­sen zu be­stau­nen. Ins­be­son­de­re die Warm­blut­foh­len wer­den nach ih­rer Zuchtrich­tung dres­sur- und spring­be­tont ge­trennt ge­rich­tet.

Zu­dem sind ei­ni­ge Nach­kom­men von Deck­hengst Rob Roy und ein Show­pro­gramm mit ei­ner 20-jäh­ri­gen Stu­te samt Töch­ter zu se­hen. Ge­gen 17.30 Uhr en­det an die­sem Tag die Ver­an­stal­tung, „die nicht nur ei­nem eli­tä­ren Kreis vor­be­hal­ten ist“, wie Hein­rich Werth noch­mals be­tont.

„Die we­nigs­ten wol­len noch sel­ber von der Pi­ke auf ler­nen – das ist sehr scha­de“ Pfer­de­züch­ter

FO­TO: CHRIS­TOPH REICHWEIN

Sie sind bei der Stu­ten- und Foh­len­schau am Don­ners­tag mit da­bei (v. l.): Jörg Zahn , Dirk Ett­wig , Lud­wig Her­manns , Hein­rich Werth mit Stu­te Flo­ren­ca und ih­rem Foh­len.

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