CDU-Orts­ver­band möch­te Mit­fah­rer­bän­ke für Vy­nen

Rheinische Post Xanten - - BOTE FÜR STADT UND LAND -

XAN­TEN (ubg) Das Prin­zip ist schnell er­klärt. Es gibt ei­ne auf­fäl­li­ge Bank, da­ne­ben ein Schild, das das Ziel an­gibt: Men­schen, die ih­ren Ort ver­las­sen möch­ten, aber zum Bei­spiel kein Au­to ha­ben, kön­nen dort Platz neh­men und sich von an­de­ren be­för­dern las­sen. Wer an der Bank vor­bei­fährt, kann selbst ent­schei­den, ob er an­hält und die Per­son auf sei­nem Weg mit­neh­men möch­te. Am Ziel­ort steht dann eben­falls ei­ne Bank, die den Rück­weg er­mög­li­chen soll.

Sie hei­ßen „Mit­fah­rer­bän­ke“und sind kei­nes­wegs neu: Be­son­ders in länd­li­chen Ge­mein­den wer­den sie ge­nutzt – et­wa in der Ei­fel. Seit April gibt es drei die­ser Mit­fah­rer­bän­ke in Al­pen: Sie schaf­fen ei­ne Ver­bin­dung zwi­schen Men­ze­len West und Ost und der Ul­rich­stra­ße in Al­pen.

Nun hat der CDU-Orts­ver­band Vy­nen / Ober­mörm­ter ei­nen An­trag an die Stadt ge­stellt für Mit­fah­rer­bän­ke in Vy­nen. „Die An­re­gung da­zu ist von Mit­bür­gern ge­kom­men“, sagt Karl-Heinz Kös­ters. Er ist der Vor­sit­zen­de des CDU-Orts­ver­ban­des.

In den Dör­fern wer­de es zu­neh­mend schwe­rer, die ört­li­che In­fra­struk­tur auf­recht zu er­hal­ten. Zum Ein­kau­fen und für Er­le­di­gun­gen wie Arzt- und Kran­ken­haus­be­su­che müs­sen vie­le Men­schen in das Stadt­zen­trum.

Die Mit­fah­rer­bän­ke bie­ten Per­so­nen, die über kein Au­to ver­fü­gen, ei­ne zu­sätz­li­che Mög­lich­keit, von A nach B zu kom­men. Der Orts­ver­band be­tont, dass die Bän­ke kei­ne Kon­kur­renz zu dem be­ste­hen­den Stadt­bus­sys­tem sein sol­len, son­dern viel­mehr ei­ne Er­gän­zung.

„Na­tür­lich müs­sen da­für noch ei­ni­ge Fein­hei­ten ab­ge­stimmt wer­den“, sagt Kös­ters. Das be­trifft auch die Stand­or­te der so­ge­nann­ten Mit­fah­rer­bän­ke. Mög­li­che Ide­en wä­ren in Xan­ten, Wardt, Bir­ten und am Kran­ken­haus. „Das müss­te dann ge­mein­sam mit Bür­gern und der Ver­wal­tung in ei­nem Gre­mi­um er­ar­bei­tet wer­den“, sagt der Orts­ver­band­vor­sit­zen­de.

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