Su­che nach Lö­sung für die Rö­mer­stra­ße

Bau- und Pla­nungs­aus­schuss dis­ku­tier­te auf der Grund­la­ge ei­nes An­trags der CDU, die den Grün­strei­fen op­fern will.

Rheinische Post Xanten - - RHEINBERG - VON UWE PLIEN

RHEIN­BERG Der Wal­la­cher Nor­bert Rei­mann hat­te das The­ma über den „Bür­ger­mo­ni­tor“der RP ins Rol­len ge­bracht. Er be­klag­te die Ver­kehrs­si­tua­ti­on auf der Rö­mer­stra­ße am Ann­a­berg in Hö­he der Apo­the­ke und der Ärz­te. Dort sei es kaum mög­lich – be­son­ders für äl­te­re Men­schen nicht – die Fahr­bahn ge­fahr­los zu über­que­ren. Vie­le Au­tos sind zu schnell, über­all par­ken­de Au­tos – ein Är­ger­nis. Rei­mann kam dar­über auch mit CDU-Rats­herr Klaus Witt­mann aus Alps­ray ins Ge­spräch. Der be­sprach den Sach­ver­halt in sei­ner Frak­ti­on, die nun ei­nen An­trag für den Bau- und Pla­nungs­aus­schuss for­mu­lier­te. „Uns ist be­kannt, dass auch die SPD schon ein­mal ei­nen Ze­bra­strei­fen be­an­tragt hat“, führ­te CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Erich Weis­ser aus. „Aber es ist ja bis­her nichts pas­siert.“Des­halb nun die­ser neue Vor­stoß.

Klaus Witt­mann hat­te sich die Si­tua­ti­on an­ge­schaut und zu Hau­se dann in al­ler Ru­he – mit Pa­pier, Zei­chen­stift und Tip­pex – ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten aus­pro­biert. Sein Vor­schlag: In Hö­he der Haus­num­mern Rö­mer­stra­ße 1-19 könn­te man ei­ne Que­rungs­hil­fe bau­en. Die Ver­wal­tung soll prü­fen, ob das tech­nisch mach­bar ist und was das kos­ten wür­de. Dass die Ver­wal­tung be­reits ver­kün­det hat, die Fahr­bahn sei dort zu schmal für ei­ne Que­rungs­hil­fe, hat Klaus Witt­mann be- reits be­rück­sich­tigt. Er schlägt vor, den Grün­strei­fen zwi­schen Bür­ger­steig und Stra­ße so her­zu­rich­ten, dass er als Park­flä­che ge­nutzt wer­den könn­te. Witt­mann im Aus- schuss: „Das wür­de zu ei­ner Ver­brei­te­rung der Fahr­bahn füh­ren, die ei­ne oder so­gar meh­re­re Que­rungs­hil­fen zu­lie­ße, oh­ne den Ver­kehrs­fluss ein­zu­schrän­ken.“Auch soll ge- prüft wer­den, ob dort Tem­po 30 ein­ge­rich­tet wer­den könn­te.

Dass an der Rö­mer­stra­ße et­was pas­sie­ren muss, sa­hen auch die an­de­ren Frak­tio­nen. Sie be­wer­te­ten den Sach­ver­halt al­ler­dings an­ders. „Wir kön­nen uns nicht vor­stel­len, den Grün­strei­fen weg­zu­ma­chen und dort Schrä­ge­in­stell­plät­ze an­zu­le­gen“, sag­te et­wa SPD-Spre­cher Jo­chen Schmitz. Ei­ne Tem­po-Re­du­zie­rung fän­de die SPD al­ler­dings gut.

Her­bert Be­cker von der FDP mach­te deut­lich: „Wir wol­len den Grün­strei­fen er­hal­ten. Schon al­lein des­we­gen, weil auf der Rö­mer­stra­ße noch schneller ge­fah­ren wird, wenn die par­ken­den Au­tos dort von der Fahr­bahn ver­schwin­den.“

Und Jür­gen Bartsch von den Grü­nen führ­te als Ar­gu­ment ins Feld, dass die Grü­nen auf je­den Fall für die Ein­füh­rung von Tem­po 30 sei­en – und zwar nicht nur im Be­reich der Haus­num­mern 1-19. Bartsch: „Das ist uns zu we­nig.“Die Grü­nen be­an­trag­ten, den An­trag so zu er­gän­zen, dass ei­ne Que­rungs­hil­fe oder ein Ze­bra­strei­fen an­ge­legt wer­den sol­le. Was die von der CDU vor­ge­schla­ge­nen Schrä­ge­in­stel­ler an­geht, so zeig­ten sich die Grü­nen skep­tisch. Pe­ter Ben­der von der SPD et­wa mein­te schließ­lich, ei­ne Que­rungs­hil­fe in Hö­he der Ein­mün­dung Fran­ken­stra­ße sei aus­rei­chend.

Letzt­end­lich leg­te der Aus­schuss fest, dass die Ver­wal­tung die Vor­schlä­ge prü­fen und fest­stel­len soll, was auf der Rö­mer­stra­ße geht und was nicht. In der nächs­ten Sit­zung des Bau- und Pla­nungs­aus­schus­ses sol­len dann kon­kre­te Er­geb­nis­se auf dem Tisch lie­gen.

RP-FO­TO: AR­MIN FI­SCHER (ARCHIV)

Nor­bert Rei­mann hat­te das The­ma beim „Bür­ger­mo­ni­tor“der RP an­ge­sto­ßen. Den Wal­la­cher nervt die Ver­kehrs­si­tua­ti­on auf der Rö­mer­stra­ße in Hö­he der Apo­the­ke.

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