Land­kauf: Die Se­en-Plat­te wächst wei­ter

Stadt, Hüls­kens und Grund­stück­ei­gen­tü­mer ha­ben sich ge­ei­nigt. Wei­te­re Wohn­be­bau­ung und „öko­lo­gi­sche Zo­ne“rü­cken nä­her.

Rheinische Post Xanten - - XANTEN - VON HEIDRUN JASPER

LÜT­TIN­GEN Die Stadt und die Fir­ma Hüls­kens sind jetzt auch mit dem letz­ten Grund­stücks­ei­gen­tü­mer im Lüt­tin­ger Feld, der bis­lang nicht ver­kau­fen woll­te, han­dels­ei­nig ge­wor­den. Auch hier soll nun aus­ge­kiest wer­den. Au­ßer­dem wird auch im Be­reich Möl­le­weg/Dorn­busch­weg/ Lüt­tin­ger Stra­ße wei­ter ge­bag­gert wer­den, so wie es der vom Rat als städ­te­bau­li­che Ziel­vor­stel­lung im Jahr 2010 be­schlos­se­ne Rah­men­plan vor­sieht. Das Kon­zept ist da­mals mit dem Aus­kie­sungs­un­ter­neh­men Hüls­kens ab­ge­stimmt wor­den. Auf die­ser Grund­la­ge wird der­zeit be­reits im nord­öst­li­chen Be­reich des Lüt­tin­ger Fel­des aus­ge-

„Da kann Lüt­tin­gen dann stolz drauf sein“

Bür­ger­meis­ter Tho­mas Görtz

über die Häu­ser auf dem Wasser

kiest. Stich­tag ist der 31. De­zem­ber. Bis da­hin muss das Kies­un­ter­neh­men fer­tig sein.

Im jüngs­ten Be­zirks­aus­schuss trieb Jo­sef Bours (CDU) in die­sem Zu­sam­men­hang al­ler­dings ei­ne an­de­re Sor­ge um: „Die Lüt­tin­ger ha­ben da­mals nichts ge­gen die Aus­kie­sung ge­sagt, weil sie Sor­ge hat­ten, dass an­dern­falls im Lüt­tin­ger Feld ein Haus nach dem an­de­ren ge­baut wird. Und jetzt sind da schwim­men­de Häu­ser ge­plant?“

Bür­ger­meis­ter Tho­mas Görtz be­stä­tig­te das Vor­ha­ben, über das un­se­re Re­dak­ti­on im Zu­sam­men­hang mit den an­ge­mel­de­ten Pro­jek­ten für die In­ter­na­tio­na­le Gar­ten­bau­aus­stel­lung (IGA) 2027 in der Me­tro­po­le Ruhr be­reits aus­führ­lich be­rich­tet hat. Al­ler­dings han­delt es sich nicht um Floa­ting Hou­ses wie in Vy­nen, son­dern um hoch­prei­si­ge, schwim- men­de Häu­ser auf ei­nem klei­nen Ab­schnitt des Was­sers. Da, so Görtz, brau­che man kei­ne Angst zu ha­ben, dass die nicht ge­pflegt wer­den. Da­für sei­en die zu teu­er, da wür­den die Ei­gen­tü­mer schon sel­ber drauf ach­ten. Das gan­ze Pro­jekt sei üb­ri­gens „ei­ne Sen­sa­ti­on“, ein­ma­lig in Nord­rhein-West­fa­len. „Da kann Lüt­tin­gen dann stolz drauf sein.“

In ei­nem nächs­ten Schritt wird die Er­wei­te­rung des Wohn­ge­bie­tes „Lüt­tin­ger Feld-Dom­bo­gen“in nord­west­li­cher Rich­tung an­ge­peilt, zwi­schen Möl­le­weg, Dorn­busch­weg und Va­rus­ring. Ni­k­las Fran­ke, Tech­ni­scher De­zer­nent: „Auch die Er­wei­te­rung des Wohn­ge­bie­tes Lüt­tin­ger Feld müss­te noch, nach ent­spre­chen­dem Grund­er­werb durch die Stadt Xan­ten, durch ein Bau­leit- ver­fah­ren um­ge­setzt wer­den.“Und dann wird der zweite Ab­schnitt der „öko­lo­gi­schen Was­ser­zo­ne“in An­griff ge­nom­men. Sprich: Ent­lang des Va­rus­rin­ges wird zwi­schen Möl­le­weg und Salm­stra­ße wei­ter aus­ge­kiest. So se­hen es je­den­falls die Rah­men­plä­ne vor.

Al­ler­dings: „Wer pflegt ei­gent­lich die We­ge, wenn die Aus­kie­sung im Lüt­tin­ger Feld ein­mal ab­ge­schlos­sen ist? Macht das das FZX?“, woll­te Bours (CDU) noch wis­sen. Bür­ger­meis­ter Görtz ant­wor­te­te schnell und knapp: „Nein.“Wenn Hüls­kens fer­tig sei mit der Bag­ge­rei nach Kies, dann ge­he das Lüt­tin­ger Feld ins Ei­gen­tum der Stadt über. „Und wel­ches In­ter­es­se soll­te Frei­zeit­chef Wil­fried Mey­er ha­ben, städ­ti­sche We­ge zu pfle­gen?“

FO­TO: FI­SCHER (AR­CHIV)

Im Lüt­tin­ger Feld kann nun, wie be­reits 2010 be­schlos­sen, aus­ge­kiest wer­den.

PLAN: STADT XAN­TEN

Der Se­en-Plan ums Lüt­tin­ger Feld – be­grenzt durch die B57 (un­ten), die Beek (rechts), die Salm­stra­ße (links) und die Lüt­tin­ger Wohn­be­bau­ung.

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