Re­ak­tio­nen auf Bahn-Är­ger am Nie­der­rhein

Aus­ge­fal­le­ne oder über­füll­te Zü­ge, schlech­ter In­for­ma­ti­ons­fluss: Der Är­ger vie­ler Pend­ler über die Nord­west­bahn ist groß.

Rheinische Post Xanten - - Der Grafschafter -

G E R M O N Ü R

B MO­ERS (ju­ha) Der Er­fah­rungs­be­richt ei­nes Fahr­gas­tes über er­neu­te Pro­ble­me bei der Nord­west­bahn am Don­ners­tag, ei­nen aus­ge­fal­le­nen Zug­teil und dar­aus ent­stan­de­ne Ver­spä­tun­gen hat für vie­le Re­ak­tio­nen ge­sorgt. Ein Groß­teil der Pend­ler hat ähn­li­che Er­fah­run­gen ge­macht. So schreibt bei­spiels­wei­se ei­ne Mut­ter an un­se­re Re­dak­ti­on: „Un­ser Sohn hat am 1. Au­gust ei­ne Aus­bil­dung in Duis­burg-In­nen­stadt be­gon­nen und nimmt seit­dem den Zug um kurz vor halb acht ab Mo­ers. Er hat es in die­ser Zeit noch nicht ein­mal ge­schafft, auch nur halb­wegs pünkt­lich in Duis­burg ein­zu­tref­fen. Vom Heim­weg ganz zu schwei­gen (...)“Und: Die Bus­li­ni­en über den Rhein sei­en auch kei­ne Al­ter­na­ti­ve. „Der Nie­der­rhein ist durch die­se Si­tua­ti­on vom Ruhr­ge­biet ab­ge­schnit­ten.“

Die Kla­gen der Be­rufs­pend­ler wie­der­ho­len sich: Über an­ge­kün­dig­ten Schie­nen­er­satz­ver­kehr der nicht fährt, bis hin zu Fahr­ten, die „mit­ten auf der Stre­cke“en­den. „Der Zug um 17.43 Uhr fällt aus, der ver­spä­te­te Zug um 18.10 Uhr fährt nur bis Mil­lin­gen, der nach­fol­gen­de Zug fährt nur bis Mo­ers. Was ma­chen Fahr­gäs­te die wei­ter nach Xan­ten müs­sen?“, fragt ei­ne wü­ten­de Bahn­kun­din. Ei­ne an­de­re be­rich­tet, dass es in re­gel­mä­ßi­gen Ab­stän­den zu Stell­werks­stö­run­gen in Xan­ten/Mil­lin­gen/Rh­ein­kamp kom­me, Zü­ge man­gels Lok­füh­rer aus­fie­len oder aber das nur ein Trieb­wa­gen zur Ver­fü­gung ste­he. „Das Trau­ri­ge und Ent­täu­schen­de ist die Re­gel­mä­ßig­keit der Ver­spä­tun­gen und Aus­fäl­le, über­ge­lau­fe­ner Toi­let­ten, de­fek­ter Tü­ren und Tritt­stu­fen­stö­run­gen oh­ne In­for­ma­tio­nen an die Kun­den“, heißt es in der E-Mail. Es gibt al­ler­dings auch Le­ser, die auf aus­lö­sen­de ne­ga­ti­ve Fak­to­ren bei der Deut­schen Bahn AG, vor al­lem die In­fra­struk­tur, Zü­ge und Per­so­nal be­tref­fend, hin­wei­sen – Fak­to­ren, die sich „auch auf den Be­trieb der Ne­ben­stre­cken, die von pri­va­ten Be­trei­bern be­wirt­schaf­tet werden“aus­wirk­ten.

Bei Ver­spä­tun­gen oder Aus­fäl­len könn­ten Fahr­gäs­te in NRW seit An­fang 2010 au­ßer­dem die Mo­bi­li­täts­ga­ran­tie nut­zen, regt ei­ne Pend­le­rin an. Das be­deu­tet: Wenn sich Bus oder Bahn um 20 Mi­nu­ten oder mehr an der Ab­fahrts­hal­te­stel­le ver­spä­ten, kön­nen Bahn­kun­den al­ter­na­tiv mit ei­nem Fern­ver­kehrs­zug oder dem Ta­xi fah­ren.

Die Kos­ten da­für werden er­stat­tet, beim

Fern­ver­kehrs­zug kom­plett, beim Ta­xi tags­über bis zu 25

Eu­ro pro Per­son und in den

Abend- und

Nacht­stun­den, von 20 bis 5

Uhr, bis zu 50

Eu­ro.

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