Bei der Ge­burt nicht spa­ren

Rheinische Post - - STIMME DES WESTENS - VON EVA QUADBECK ZAHL DER GE­BURTS­KLI­NI­KEN . . ., TITELSEITE

Seit Jah­ren ver­schlech­tern sich durch Kos­ten­druck der Kli­ni­ken und zu ge­rin­ge Be­set­zung mit Heb­am­men die Be­din­gun­gen für wer­den­de Müt­ter. Wir kön­nen es uns aber nicht leis­ten, aus­ge­rech­net bei der Ge­burt ei­nes Men­schen zu spa­ren. Die me­di­zi­ni­schen Leit­li­ni­en ge­ben vor, dass für ei­ne Ge­bä­ren­de ei­ne Heb­am­me zur Ver­fü­gung ste­hen soll. Es ist höchs­te Zeit, dass die­se me­di­zi­ni­sche Leit­li­nie ver­bind­lich wird und ih­re Um­set­zung im All­tag auch schlicht kon­trol­liert wird.

Die Kran­ken­haus­re­form muss beim The­ma Ent­bin­dun­gen nach­ge­bes­sert wer­den. Der Bund soll­te auf Grund­la­ge ak­tu­el­ler Ge­bur­ten­zah­len den Be­darf an Heb­am­men ver­bind­lich fest­schrei­ben. Die Län­der wie­der­um müs­sen da­für sor­gen, dass die­se Per­so­nal­schlüs­sel in ih­re Kran­ken­haus­pla­nung ein­ge­preist wer­den.

Hilf­reich für Müt­ter und Kin­der wä­re es zu­dem, den frei­be­ruf­lich ar­bei­ten­den Be­leg­heb­am­men das Le­ben wie­der leich­ter zu ma­chen und sie noch stär­ker bei ih­ren ho­hen Be­rufs­haft­pflicht-Ver­si­che­rungs­prä­mi­en zu ent­las­ten. Da sie die Müt­ter vor, wäh­rend und nach der Ge­burt be­glei­ten, kann ein wert­vol­les Ver­trau­ens­ver­hält­nis zum Nut­zen von Mut­ter und Ba­by ent­ste­hen. BE­RICHT

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