DEG ver­spielt Sieg und Ta­bel­len­füh­rung

Zu Be­ginn des Du­ells in der Deut­schen Eis­ho­ckey Li­ga sieht es gut aus für die als Spit­zen­rei­ter an­ge­reis­ten Düs­sel­dor­fer. Doch in der Ver­län­ge­rung ge­lingt Gast­ge­ber In­gol­stadt der 3:2-Sieg­tref­fer.

Rheinische Post - - Düsseldorfer Sport - VON RO­MAN GROMBACH

Gut ge­spielt, 2:0 ge­führt und doch nur ei­nen Punkt ge­holt: Die Düs­sel­dor­fer EG hat das Spit­zen­spiel beim ERC In­gol­stadt am Frei­tag mit 2:3 (2:0, 0:2, 0:0, 0:1) nach Ver­län­ge­rung ver­lo­ren. 3344 Zu­schau­er sa­hen ei­ne pa­cken­de Be­geg­nung, die kei­nen Ver­lie­rer ge­braucht hät­te. Durch die drit­te Nie­der­la­ge in Fol­ge und den Sieg der Ad­ler Mann­heim im Der­by ge­gen Schwen­nin­gen (3:1) ver­lor die DEG die Ta­bel­len­füh­rung in der Deut­schen Eis­ho­ckey Li­ga.

Dass die Par­tie der DEG am 10. Spiel­tag in In­gol­stadt das ab­so­lu­te Top­spiel der DEL sein wür­de, hät­te vor der Sai­son wohl kaum je­mand er­war­tet. Da­bei ha­ben bei­de Teams ei­ne ähn­li­che Er­war­tungs­hal­tung für die­se Spiel­zeit: So­wohl die Pan­ther als auch die Düs­sel­dor­fer ver­fü­gen über ei­nen star­ken Ka­der. Doch we­der die Pan­ther noch die Rot-Gel­ben woll­ten die Top Sechs als di­rek­tes Ziel aus­ge­ben. Nun ste­hen sie zu­sam­men in der Spit­zen­grup­pe.

Den Gast­ge­bern hät­te ein Sieg nach 60 Mi­nu­ten ge­reicht, um die Rhein­län­der in der Ta­bel­le zu über­ho­len. Bei ei­ner Nie­der­la­ge Mann­heims im Der­by ge­gen Schwen­nin­gen hät­te es so­gar der Platz an der Son­ne wer­den kön­nen. Doch es wa­ren die Düs­sel­dor­fer, die mit Spiel­be­ginn zeig­ten, dass sie Spiel­freu­de im Ge­päck hat­ten. Als Ja­e­don De­sche­neau in der fünf­ten Mi­nu­te das 1:0 für sei­ne Far­ben er­ziel­te, konn­te man be­reits von ei­ner ver­dien­ten Füh­rung spre­chen. Denn es war die vier­te Chan­ce der DEG, die aus dem Ge­wühl vor dem von Jo­chen Rei­mer ge­hü­te­ten ERC-Tor her­aus den ge­wünsch­ten Er­folg brach­te. Da­vor hat­te der Ex-DEG-Spie­ler mehr­fach ei­nen noch frü­he­ren Rück­stand ver­hin­dert.

Die Gast­ge­ber wa­ren von der DEG, die ih­ren Geg­ner ge­wohnt früh at­ta­ckier­te und bei Schei­ben- be­sitz klug nach vor­ne kom­bi­nier­te, sicht­lich be­ein­druckt und be­frei­ten sich erst nach et­wa acht Mi­nu­ten vom An­fangs­druck. In die­ser Pha­se ver­buch­ten auch die Schan­zer ei­ni­ge Ge­le­gen­hei­ten, doch DEG-Kee­per Fre­drik Pet­ters­son Went­zel blieb vor­erst in je­der Si­tua­ti­on der Sie­ger. Da­bei wur­de er al­ler­dings auch mus­ter­gül­tig von sei­nen Vor­der­leu­ten un­ter­stützt, die selbst in Un­ter­zahl – die DEG be­sitzt li­ga­weit das zweit­bes­te Pen­al­ty-Kil­ling – ge­ra­de ein­mal ei­ne Ge­le­gen­heit zu­lie­ßen. Auf der Ge­gen­sei­te mach­ten es die Gäs­te in ih­rem ers­ten Po­wer- play bes­ser und wur­den durch den stram­men Schuss von Ryan McKi­er­n­an mit dem 2:0 noch vor der ers­ten Pau­se be­lohnt.

Nach der Un­ter­bre­chung konn­te die DEG ihr ei­ge­nes Ni­veau nicht hal­ten. Ab­spiel­feh­ler und ver­lo­re­ne Zwei­kämp­fe häuf­ten sich jetzt ge­gen im­mer stär­ker wer­den­de In­gol­städ­ter. So­wohl der An­schluss­tref­fer (Vi­li So­pa­nen, 27. Mi­nu­te), als auch der Aus­gleich durch Brett Ol­sen nach 33 Mi­nu­ten wa­ren die lo­gi­sche Kon­se­quenz der nun neu­ver­teil­ten Spiel­an­tei­le. Doch nach dem 2:2 ge­lang es den Rhein­län­dern um- In­gol­stadt - DEG 3:2 (0:2, 2:0, 0:0, 1:0) ge­hend das Mo­men­tum der In­gol­städ­ter zu stop­pen. Es ent­wi­ckel­te sich in der Fol­ge ein hoch­klas­si­ges Du­ell auf Au­gen­hö­he.

So auch im drit­ten Durch­gang, als bei­de Teams auf ei­nen Feh­ler des Geg­ners war­te­ten und die Span­nung von Mi­nu­te zu Mi­nu­te wuchs. Chan­cen gab es auf bei­den Sei­ten, un­ter an­de­rem ret­te­te Went­zel zwei­mal mit star­ken Re­fle­xen für die DEG, den­noch muss­te die Ent­schei­dung in der Ver­län­ge­rung fal­len. In­gol­stadts Tor­schüt­zen­kö­nig Mi­ke Col­lins sorg­te nach 61:20 Mi­nu­ten mit sei­nem 3:2 für den Heim­sieg.

FO­TO: BIR­GIT HÄF­NER

Spiel­sze­ne aus dem Aus­wärts­auf­tritt der Düs­sel­dor­fer EG bei den In­gol­städ­tern.

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