Im Rot­tal wird wie­der groß ge­fei­ert

Zum 90-jäh­ri­gen Be­ste­hen des Ver­eins steigt Sport­platz die neue Flut­licht­an­la­ge ein­ge­weiht. ein gro­ßes Par­ty-Wo­che­n­en­de. Zu­dem wird auf dem

Rundschau für den Schwäbischen Wald – Der Kocherbote - - VORDERSEITE -

Ober­rot. Der FC Ober­rot wird 90 Jah­re alt. Das Wo­che­n­en­de steht ganz im Zei­chen ei­ner gro­ßen Ge­burts­tags­par­ty mit Ein­wei­hung der neu­en Flut­licht­an­la­ge.

Der FC Ober­rot fei­ert am Wo­che­n­en­de mit ei­nem Sport­fest sein 90-jäh­ri­ges Be­ste­hen. Zu­dem wird die neue Flut­licht­an­la­ge of­fi­zi­ell in Be­trieb ge­nom­men. Hö­he­punkt des Fes­tes ist am Sams­tag ei­ne Open-Air-Par­ty mit „Feel“aus Reut­lin­gen. Die acht­köp­fi­ge Rock- und Pop-Band ist be­kannt durch ih­re spek­ta­ku­lä­re Büh­nen­show. Ein­lass auf das Fest­ge­län­de ist um 19.30 Uhr. Die Show be­ginnt ge­gen 20.30 Uhr.

Der 1928 als rei­ner Fuß­ball­club ge­grün­de­te Ver­ein kann heu­te sei­nen Mit­glie­dern ein brei­tes Pro­gramm an­bie­ten. Die Ab­tei­lun­gen Fuß­ball und Tur­nen sind mit mehr als 350 Mit­glie­dern füh­rend. Des Wei­te­ren sind die Ab­tei­lun­gen Tisch­ten­nis und seit zehn Jah­ren auch ei­ne Ka­ra­te­ab­tei­lung im Ver­ein ak­tiv.

Das viel­fäl­ti­ge An­ge­bot ist der Ver­eins­füh­rung ein gro­ßes An­lie­gen. Beim FC Ober­rot möch­te man sich fle­xi­bel auf ver­än­der­te An­for­de­run­gen der Be­völ­ke­rung ein­stel­len. So wur­de vor drei Jah­ren ei­ne Down­hill­grup­pe auf­ge­nom­men und ein Sing­le-Trail er­öff­net.

Der Ver­ein lebt nach wie vor von der Treue und dem eh­ren­amt­li­chen Ein­satz sei­ner Mit­glie­der. Oh­ne die­sen Ein­satz und das En­ga­ge­ment wür­de der Ver­ein die ver­gan­ge­nen 90 Jah­re nicht so er­folg­reich ge­meis­tert ha­ben.

Mam­mut­pro­jekt Hal­len­um­bau

Die 80er und 90er Jah­re wa­ren ge­prägt vom Um­bau der Kul­tur- und Fest­hal­le. Der da­ma­li­ge Ver­eins­vor­sit­zen­de Hans­pe­ter Scho­fer und sein Vi­ze Karl Lip­poth ha­ben die Auf­ga­ben sehr er­folg­reich ge­meis­tert. Der FC Ober­rot ist mit rund 25 Pro­zent an der Hal­le be­tei­ligt. Das neue Ver­eins­heim mit Ter­ras­se zu den Sport­plät­zen und auch die wei­te­ren Räu­me ste­hen dem Ver­ein zur Ver­fü­gung.

Seit dem letz­ten gro­ßen Ju­bi­lä­ums­fest zum 75. Ge­burts­tag im Jah­re 2003 hat sich der Ver­ein wei­ter­ent­wi­ckelt. Ab 2005 wur­de von den Mit­glie­dern wie­der kräf­tig in die Hän­de ge­spuckt. Erst wur­de die Aus­schank­hüt­te am Sport­platz mit Un­ter­stüt­zung von Fer­tig­haus Weiss er­stellt. Im Jah­re 2012 konn­te der Ver­ein ei­ne Mes­se-Hüt­te der Klenk-Holz AG über­neh­men und für sei­ne Zwe­cke aus­bau­en. Sie wur­de mit ei­nem Ball­raum, Raum für die Sport­platz­far­be, Ge­trän­ke­la­ger und ei­ner Sau­na op­ti­mal aus­ge­baut und ist zum Zen­trum des Sport­be­trie­bes ge­wor­den. Die Ei­gen­leis­tung war bei die­sem Pro­jekt enorm.

Nach ei­nem Jahr Pau­se ging es dann 2017 an die Pla­nun­gen der neu­en Flut­licht­an­la­ge. Hier fand man mit Pe­ter Micha­els ei­nen Part­ner, der in Pla­nung und Um­set­zung eh­ren­amt­lich sein Spe­zi­al­wis­sen ein­brach­te. Dank sei­ner Kennt­nis­se und En­ga­ge­ments konn­te die aus dem Jah­re 1972 stam­men­de An­la­ge für das Haupt­spiel­feld und den Fest­platz er­neu­ert, und auf dem hin­te­ren Sport­platz ei­ne neue An­la­ge in­stal­liert wer­den. Die mo­der­nen LEDS­trah­ler be­nö­ti­gen nicht nur we­sent­lich we­ni­ger Strom, son­dern sind auch et­was hel­ler. Da­ne­ben kön­nen durch ei­ne App-Steue­rung auch Spar­mo­di aus­ge­wählt wer­den. Als wei­te­res High­light konn­te man auf al­len Mas­ten noch „Dis­co-Strah­ler“mon­tie­ren, die Fest­platz und Sport­ge­län­de ei­ne ganz eigene At­mo­sphä­re ge­ben wer­den. Das um­fang­rei­che Pro­jekt wur­de vom „FCO-Flut­licht­team“um Pe­ter Micha­els, Ro­land Ba­der, Karl Ba­der, Mar­tin Kees und Ger­hard Nol­ler ge­plant, be­glei­tet und um­ge­setzt.

Sport­lich kann der Ver­ein in den letz­ten 15 Jah­ren auch auf ei­ne sehr er­folg­rei­che Zeit zu­rück­bli­cken. Dass beim Tisch­ten­nis und Fuß­ball das im Jahr 2012 er­reich­te ho­he Ni­veau auf Dau­er nicht ge­hal­ten wer­den konn­te, war je­dem be­kannt. Der Auf­stieg der Tisch­ten­nis­mann­schaft in die Be­zirks­klas­se und bei den Fuß­bal­lern in die Be­zirks­li­ga wa­ren Mo­men­te, die man nicht ver­ges­sen wird.

Den Prin­zi­pi­en treu blei­ben

Beim FC Ober­rot er­hal­ten ak­ti­ve Sport­ler kein Ent­gelt vom Ver­ein oder an­de­ren Per­so­nen. Das ist, wenn es um sport­li­che Er­fol­ge und um Li­ga­er­halt geht, ein gro­ßer Nach­teil.

Für die Ver­eins­füh­rung ist es aber „das Salz in der Sup­pe und das Eli­xier, mit dem ein Ver­ein, wie der FC Ober­rot, sich iden­ti­fi­ziert und ar­bei­tet“. Die Wäh­rung und die Trieb­fe­der der Ver­eins­zu­ge­hö­rig­keit sei­en die Ka­me­rad­schaft. Das war so und soll beim FC Ober­rot auch wei­ter­hin so blei­ben.

Foto: Archiv/Hans Buch­ho­fer

Der Auf­stieg der Ober­ro­ter Fuß­bal­ler in die Be­zirks­li­ga Rems-Murr bleibt ein un­ver­ges­se­ner sport­li­cher Hö­he­punkt.

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