Vor­sicht, Stra­ßen­kö­ter

Tra­di­ti­on Am Frei­tag be­ginnt für Chi­ne­sen in al­ler Welt das Jahr des Hun­des. Und 2018 ord­nen Astro­lo­gen dem Ele­ment Er­de zu. Die Kom­bi­na­ti­on ver­heißt Un­heil. Von Fe­lix Lee

Südwest Presse (Metzinger Uracher Volksblatt / Der Ermstalbote) - - Blick In Die Welt -

Falls er nicht schon wel­che be­sitzt, soll­te sich Do­nald Trump vor der Nacht auf Frei­tag rasch ro­te Schlüp­fer zu­le­gen. Oder ein an­de­res ro­tes Klei­dungs­stück, das sei­ne Haut be­rührt. Denn mor­gen be­ginnt nach dem chi­ne­si­schen Mond­ka­len­der das Jahr des Hun­des. Dem chi­ne­si­schen Ho­ro­skop zu­fol­ge dro­hen Men­schen, die im Hun­de­jahr ge­bo­ren sind, Pech, Un­glück und Pan­nen – wenn sie nicht von et­was Ro­tem be­schützt wer­den. Und der 72-jäh­ri­ge Trump ist ein Hund.

Die chi­ne­si­sche Astro­lo­gie ord­net in ei­nem Zwölf­jah­res­zy­klus je­des Jahr ei­nem Tier zu. Die rei­hen­fol­ge: Rat­te, Büf­fel, Ti­ger, Ha­se, Dra­che, Schlan­ge, Pferd, Zie­ge, Af­fe, Hahn, und Schwein. Auf das nun en­den­de Jahr des Hahns folgt al­so der Hund. So­wohl den Men­schen, die im Hun­de­jahr ge­bo­ren sind, als auch dem Jahr selbst wer­den Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten des Hun­des nach­ge­sagt.

Das Tier­kreis­jahr wird zu­dem mit ei­nem der fünf Ele­men­te ver­bun­den, näm­lich Me­tall, Holz, Was­ser, Feu­er und Er­de. Das Jahr 2018 trifft auf das Ele­ment Er­de. Al­so be­grü­ßen die welt­weit rund 1,5 Mil­li­ar­den Chi­ne­sen am Neu­jahrs­tag das Erd­hun­de­jahr.

An sich ver­spricht der Hund kein schlech­tes Jahr. Er steht für Si­cher­heit, Ru­he und Sta­bi­li­tät. 2018 droht den­noch Un­heil. Die Be­zeich­nung „Erd­hund“steht im Chi­ne­si­schen näm­lich auch für Stra­ßen­kö­ter, al­so für wild und bis­sig. In Jah­ren des Erd- Die USA un­ter Trump steu­ern mit Eu­ro­pa und Chi­na auf ei­nen Han­dels­krieg zu. Auch der Kon­flikt um Nord­ko­reas Atom­waf­fen­pro­gramm könn­te sich wie­der zu­spit­zen.

Men­schen, die im Jahr des Hun­des ge­bo­ren sind (et­wa 1932, 1946, 1958, 1970, 1982, 1994 und 2006), gel­ten den­noch als an­ge­nehm – häus­lich, loy­al und als Fa­mi­li­en­mensch. Vor al­lem Hün­din­nen ver­spre­chen Ge­bor­gen­heit. Sie ge­hen we­nig Ri­si­ken ein.

Wer in ei­nem Hun­de­jahr mit­tags und nach­mit­tags zur Welt kommt, ver­fügt der As­tro-web­sei­te von Chi­nas meist­ge­nutz­tem Such­dienst Bai­du zu­fol­ge über aus­ge­präg­te Jagd­in­stink­te. Er/sie ist leb­haft und muss dis­zi­pli­niert wer­den, ge­horcht aber in al­ler Re­gel dem Herr­chen.

Des­we­gen sind es vor al­lem jun­ge Astro­lo­gen, die glau­ben, in ei­nem Jahr des Hun­des lie­ßen sich pri­vat sta­bi­le Part­ner­schaf­ten auf­bau­en. In Sa­chen Lie­be sei ein Jahr des Hun­des ide­al, um ei­nen Hei­rats­an­trag zu ma­chen oder auch Nach­wuchs zu pla­nen. Sie emp­feh­len zu­dem, ein Haus zu bau­en oder in Im­mo­bi­li­en zu in­ves­tie­ren.

Äl­te­re Astro­lo­gen hin­ge­gen ra­ten von ris­kan­ten Ge­schäf­ten im Hun­de­jahr ab. Be­son­ders acht­sam soll­ten An­le­ger sein. Dem Hong­kon­ger Astro­lo­gen Lo zu­fol­ge ist 2018 mit ei­nem Rück- gang des Wirt­schafts­wachs­tums zu rech­nen, wo­mög­lich gar mit ei­nem Bör­sen­crash.

Wach­hun­de mö­gen Über­ra­schun­gen nicht, sagt Lo. Er rät da­her vor neu­en Be­zie­hun­gen ab. Wer Frem­de nach Hau­se bringt, soll­te sich nicht wun­dern, wenn der Hund zu­schnappt. Me­ta­pho­risch be­trach­tet könn­te das auch im wah­ren Le­ben schmer­zen.

Jun­ge Se­her er­war­ten Lie­be, al­te Bör­sen­crash.

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