Schwe­fel­säu­re ist aus­ge­lau­fen

Gra­fen­berg Der Ge­fahr­stoff­zug Erm­s­tal ist am Frei­tag­mor­gen aus­ge­rückt. In Gra­fen­berg mel­de­te ein Lkw-fah­rer, dass ein Be­häl­ter un­dicht sei. Von An­ne Laaß

Südwest Presse (Metzinger Uracher Volksblatt / Der Ermstalbote) - - Vorderseite -

Gra­fen­berg. Der Ge­fahr­stoff­zug Erm­s­tal muss­te am Frei­tag­mor­gen aus­rü­cken. In Gra­fen­berg mel­de­te ein Last­wa­gen­fah­rer, dass ein Be­häl­ter un­dicht ist.

Rund 50 Ein­satz- und Ret­tungs­kräf­te sind am Frei­tag­mor­gen in Gra­fen­berg ak­tiv ge­we­sen. Ein Lkw-fah­rer hat­te be­merkt, dass ei­ner der Ge­fahr­stoff-be­häl­ter un­dicht war und alar­mier­te die Feu­er­wehr. Die Gra­fen­ber­ger, die auch die Ein­satz­lei­tung in­ne­hat­ten, wa­ren kurz da­nach am Un­fall­ort und er­kun­de­ten die La­ge, so Ein­satz­lei­ter Mar­co Hell­mig. Le­dig­lich zehn Mi­nu­ten nach der Alar­mie­rung um 7.39 Uhr wa­ren auch die Met­zin­ger und Det­tin­ger Feu­er­weh­ren vor Ort, die ge­mein­sam den Ge­fahr­stoff­zug Erm­s­tal stel­len. „Es sind ge­rin­ge Men­gen Bat­te­rie­säu­re aus­ge­lau­fen“, er­klär­te Ge­fah­ren­stoff­be­ra­te­rin Iman Er­rouihi. Da es sich um ei­ne sau­re Lö­sung han­delt, hät­te es zu Ve­rät­zun­gen und Rei­zun­gen der Augen und Atem­we­ge kom­men kön­nen.

Der Un­fall er­eig­ne­te sich kurz vor dem Orts­aus­gang, in Rich­tung Met­zin­gen. Der de­fek­te Con­tai- ner, in den et­wa 1000 Li­ter Flüs­sig­keit pas­sen, wur­de voll­stän­dig ent­leert. Die rest­li­che Bat­te­rie­säu­re wur­de in ei­nen neu­en Con­tai­ner ge­füllt, der nach Ge­fahr­stoff­recht noch wäh­rend des Feu­er­wehr­ein­sat­zes ent­spre­chend des In­hal­tes be­schrif­tet wur­de. Die Ar­bei­ten sind in den spe­zi­el­len An­zü­gen und mit Atem­schutz­ge­rä­ten er­folgt. Die Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen den Feu­er­weh­ren lief nach Aus­sa­ge Mar­co Hell­migs gut. „Wir konn­ten al­les, was wir ge­lernt ha­ben, in die Pra­xis um­set­zen“, er­klär­te er. Dem stimm­te Hart­mut Hol­der, Feu­er­wehr­kom­man­dant Met­zin­gen, zu und er­gänz­te: „Es ist nicht selbst­ver­ständ­lich, dass es so gut klappt“, schließ­lich kä­men sol­che Ein­sät­ze sel­ten vor. Die Ar­bei­ten dau­er­ten noch bis et­wa 11 Uhr an, da­nach wur­den auch die Stra­ßen- sper­run­gen ent­fernt. Ver­letzt wur­de ges­tern nie­mand. Je­doch, so sa­gen Hol­der und Hell­mig, hat es ei­nen Schau­lus­ti­gen ge­ge­ben, der ei­ne Dis­kus­si­on an­fing. Für den­je­ni­gen schien der Ein­satz wohl un­ver­ständ­lich zu sein, zu­mal er auf­grund der Ab­sper­rung nicht wen­den konn­te. Da­bei zeig­ten die Spe­zi­al­an­zü­ge deut­lich, dass es sich um ei­nen nicht nur not­wen­di­gen, son­dern auch um ei­nen Ge­fahr­stoff-ein­satz han­del­te. Für die Feu­er­wehr­män­ner und -frau­en ei­ne Er­fah­rung, die sie im­mer häu­fi­ger ma­chen.

Die Gra­fen­ber­ger Feu­er­wehr ist mit ih­ren Kol­le­gen vom Ge­fahr­stoff­zug Erm­s­tal (al­so den Feu­er­weh­ren Met­zin­gen und Det­tin­gen) zu ei­nem Ein­satz ge­ru­fen wor­den. Fo­to: An­ne Laaß

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