Lie­der über das Le­ben und die Lie­be

Det­tin­gen Schon früh hat Lea Reis­ter ih­re Lie­be zur Mu­sik ent­deckt. Seit ih­rem ach­ten Le­bens­jahr spielt sie Gi­tar­re. Und es ge­nügt ihr nicht, Songs nach­zu­spie­len, son­dern sie schreibt auch selbst wel­che. Von An­ja Weiß

Südwest Presse (Metzinger Uracher Volksblatt / Der Ermstalbote) - - Vorderseite -

Det­tin­gen. Schon früh hat Lea Reis­ter ih­re Lie­be zur Mu­sik ent­deckt. Seit ih­rem ach­ten Le­bens­jahr spielt sie Gi­tar­re. Und es ge­nügt ihr nicht, Songs nach­zu­spie­len, son­dern sie schreibt auch selbst wel­che.

Acht Jah­re war Lea Reis­ter jung, als sie das ers­te Mal zur Gi­tar­re ge­grif­fen hat. Be­reits da­vor war die Mu­sik Teil ih­res Le­bens. „Mei­ne Mut­ter hat uns viel vor­ge­sun­gen und mit uns Lie­der ge­hört“, er­zählt die 21-jäh­ri­ge Det­tin­ge­rin. Bis heu­te läuft bei ihr ei­gent­lich den gan­zen Tag Mu­sik, sei es im Bad, in der Kü­che oder im Au­to. In der Grund­schu­le hat sie dann zu­nächst die ob­li­ga­to­ri­sche Block­flö­te er­lernt. Um dann Gi­tar­ren­un­ter­richt zu neh­men. Den Un­ter­richt hat sie als Ju­gend­li­che be­en­det, al­ler­dings nicht das Spie­len auf dem In­stru­ment.

Ers­tes Lied für die Mut­ter

Zum 40. Ge­burts­tag ih­rer Mut­ter hat sie mit ih­rem Bru­der Sam­my zu­sam­men ein ei­ge­nes Lied ge­schrie­ben, das sie bei der Fei­er vor­ge­tra­gen ha­ben. Sam­my am Kla­vier, sie mit Gi­tar­re und Ge­sang. Das wa­ren die An­fän­ge der Song­wri­te­rin Lea. Es folg­ten et­li­che wei­te­re ei­ge­ne Lie­der, teils auf Deutsch, meist auf Eng­lisch. Die In­hal­te stam­men aus dem, was sie um­treibt. „Ich schrei­be über das, was mich be­schäf­tigt“, sagt sie, „das Le­ben und die Lie­be, Ge­dan­ken, Ein­stel­lun­gen und Si­tua­tio­nen.“All das lässt sie in ih­re ei­ge­nen Kom­po­si­tio­nen ein­flie­ßen. Und drückt da­mit ih­re Ge­füh­le aus, „das kann ich sonst nicht so gut“, sagt sie la­chend, die Mu­sik aber hilft da­bei. Doch nicht nur ei­ge­ne Songs hat sie im Re­per­toire, son­dern auch vie­le Co­vers. Hier ist das Spek­trum groß, vom Rock über Pop spielt sie, was ih­ren Zu­hö­rern ge­fällt. Da­bei ist die akus­ti­sche Mu­sik eher ihr Stil. Auf­trit­te hat sie in Bars oder bei pri­va­ten Fei­ern wie Hoch­zei­ten oder Ge­burts­ta­gen. Ih­re Lieb­lings­lo­ca­ti­on al­ler­dings ist klar das Det­tin­ger Bis­tro „Müh­le“. „Da ken­ne ich fast al­le Gäs­te, das ist ein­fach ein Heim­spiel“. Auch bei der of­fe­nen Büh­ne, die dort re­gel­mä­ßig statt­fin­det, ist sie mit da­bei. Lam­pen­fie­ber ha­be sie vor je­dem Auf­tritt, aber so bald sie auf der Büh­ne steht, in die Sai­ten greift und los singt, ist es wie weg­ge­bla­sen.

Wie se­hen nun ih­re Zu­kunfts­plä­ne aus? Lea Reis­ter nimmt ih­re Songs der­zeit bei ei­nem Freund im ei­ge­nen, klei­nen Stu­dio auf und hofft, dass sie ein La­bel fin­det, das sie ver­legt. Au­ßer­dem macht sie ei­ne Aus­bil­dung bei ei­ner Kran­ken­kas­se. Träu­me von ei­ner Kar­rie­re als Mu­si­ke­rin hegt sie selbst­re­dend. „Das wä­re na­tür­lich toll“, sagt sie. Doch an ir­gend­wel­chen Cas­tings teil­zu­neh­men, ist nicht ihr Ding, wie sie be­tont. Da hofft sie eher auf den Weg zur Kar­rie­re über ei­nen Mu­sik­ver­lag, der sie ent­deckt. Soll­te es mit der gro­ßen Kar­rie­re nicht klap­pen, ist das für Lea Reis­ter auch kein Welt­un­ter­gang.

Denn die Mu­sik ist ih­re gro­ße Lei­den­schaft, und die wird sie nie auf­ge­ben. Egal, wo und vor wie vie­len Men­schen sie singt und spielt.

Mu­sik ist die Lei­den­schaft von Lea Reis­ter. Sie singt, spielt Gi­tar­re und schreibt ei­ge­ne Songs. Fo­to: Tho­mas Kiehl

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