Li­te­ra­tur­preis für Ma­ry­se Con­dé

Südwest Presse (Metzinger Uracher Volksblatt / Der Ermstalbote) - - Feuilleton -

Stockholm. Der Li­te­ra­tur­preis der Neu­en Aka­de­mie in Schwe­den geht an die Schrift­stel­le­rin Ma­ry­se Con­dé aus Gua­de­lou­pe. Die Ju­ry lob­te Con­dés Werk als wich­ti­gen Teil der Welt­li­te­ra­tur und die Au­to­rin als ma­gi­sche Er­zäh­le­rin mit ein­zig­ar­ti­ger Spra­che. Die Aus­zeich­nung ist ein Er­satz für den ab­ge­sag­ten Li­te­ra­tur­no­bel­preis. Das Preis­geld wird per Crowd­fun­ding fi­nan­ziert, der Be­trag wird bei der Preis­ver­ga­be am 9. De­zem­ber in Stockholm ge­nannt. Die Neue Aka­de­mie ist ex­tra zu die­sem Zweck ge­grün­det wor­den und wird nach der Preis­ver­lei­hung wie­der auf­ge­löst.

Die 82-jäh­ri­ge Con­dé ha­be in ih­ren Bü­chern re­spekt­voll und prä­zi­se, aber auch mit Hu­mor über die Ver­hee­run­gen des Ko­lo­nia­lis­mus und der chao­ti­schen Zeit des Post­ko­lo­nia­lis­mus ge­schrie­ben, ur­teil­te die Ju­ry. Con­dé hat in Pa­ris stu­diert. Sie lehr­te un­ter an­de­rem in Gha­na, im Se­ne­gal, in Frank­reich und in den USA. Bis 2002 war sie Pro­fes­so­rin für fran­zö­si­sche Spra­che und Literatur an der Co­lum­bia Uni­ver­si­ty in New York. Fi­na­lis­ten wa­ren ne­ben Con­dé die Ka­na­die­rin Kim Thúy, Neil Gai­man aus Groß­bri­tan­ni­en und der Ja­pa­ner Ha­ru­ki Mu­ra­ka­mi. dpa

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