Vor­erst wohl nicht bil­li­ger

Südwest Presse (Ulm) - - Wirtschaft - zum ak­tu­ell ho­hen Preis für Heizöl

Rolf Obert­reis

Das Ther­mo­me­ter zeigt 35 Grad oder noch mehr. Zugleich ist Heizöl in die­sen Ta­gen mehr als 30 Pro­zent teu­rer als vor ei­nem Jahr. Man­cher Ver­brau­cher wird dar­über ver­wun­dert die Augen rei­ben: Das kann doch nicht sein, schließ­lich braucht der­zeit wahr­lich nie­mand Heizöl. Und der Win­ter ist noch so weit.

Und doch strahlt die Hit­ze auf den Heizöl-preis ab. Denn der Trans­port er­weist sich als Tü­cke. Der Brenn­stoff kommt per Schiff auf Rhein, Main oder an­de­ren Flüs­sen zu den Händ­lern. We­gen der nied­ri­gen Was­ser­stän­den kön­nen die Schif­fe nicht ein­mal mit hal­ber La­dung fah­ren. Das treibt den Trans­port­preis. Der wie­der­um schlägt sich im Preis für Heizöl nie­der.

Die Ver­brau­cher war­ten dar­auf, dass es wie­der bil­li­ger wird. Da­mit ist je­doch eher nicht zu rech­nen. Der ge­gen­über dem Dol­lar schwä­cheln­de Eu­ro und die Us-sanktionen ge­gen den Iran wer­den den Preis vor­erst hoch hal­ten.

Vie­le Haus­be­sit­zer könn­ten sich frei­lich auch auf an­de­rem Weg ge­gen stei­gen­de Prei­se wapp­nen: Sie tau­schen die oft über­al­ter­te Hei­zung ge­gen ei­ne mo­der­ne. Das kos­tet zwar erst ein­mal, aber es senkt den Ver­brauch um bis zu 50 Pro­zent pro Jahr. Und es ist auch ein Bei­trag zum Kli­ma­schutz. Der Ha­ken: Es gibt mehr als 2000 För­der­pro­gram­me von Bund, Län­dern und Ge­mein­den. Ei­ne Ver­ein­fa­chung ist über­fäl­lig.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.