Ver­bes­se­rung erst mit neu­en Zü­gen?

Ver­kehr Die hie­si­gen Stre­cken ins All­gäu, nach Wei­ßen­horn und Min­del­heim sind qua­li­ta­tiv im­mer noch Schluss­lich­ter. Das soll sich aber än­dern. Von Niko Dir­ner

Südwest Presse (Ulm) - - Erste Seite -

Sen­den/wei­ßen­horn. Die hie­si­gen Stre­cken ins All­gäu, aber auch von Ulm über Sen­den nach Wei­ßen­horn und nach Min­del­heim, sind qua­li­ta­tiv im­mer noch Schluss­lich­ter. Das soll sich än­dern, wenn neue Zü­ge fah­ren.

Re­gel­mä­ßig lässt die Baye­ri­sche Ei­sen­bahn­ge­sell­schaft (BEG) als Auf­trag­ge­ber über­prü­fen, wie sau­ber die von den Ver­trags­un­ter­neh­mern ein­ge­setz­ten Fahr­zeu­ge sind, wie gut die Fahr­gast­in­for­ma­ti­on, wie freund­lich die Zug­be­glei­ter. Im ers­ten Halb­jahr 2018 ha­ben nur drei Zug­stre­cken die Min­dest­an­for­de­run­gen der BEG nicht er­füllt. 26 von 29 Net­zen hin­ge­gen lan­de­ten im Bo­nus­be­reich. Zu den drei Stre­cken im Mi­nus zäh­len un­ver­än­dert die hie­si­gen Li­ni­en – al­so et­wa die Il­ler­tal­bahn ins All­gäu oder der heu­er sei­nen fünf­ten Ge­burts­tag fei­ern­de Wei­ßen­hor­ner –, die wie­der­um al­le im so­ge­nann­ten „Die­sel­netz Ulm Über­gang“zu­sam­men­ge­fasst sind.

Beg-spre­che­rin Agnies­z­ka Urban plä­diert für ei­ne dif­fe­ren­zier­te Be­trach­tung des Ran­kings. Zwar ha­be das „D-netz Ulm Über­gang“im ers­ten Halb­jahr 2018 mit -0,70 Punk­ten den Bo­nus­be­reich knapp ver­fehlt. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ha­be sich die Punkt­zahl aber um 4,19 Punk­te ver­bes­sert. Auch ein Spre­cher der Bahn – die DB Re­gio AG ist zu­stän­dig für das „Die­sel­netz Ulm Über­gang“– steht zum „leicht ne­ga­ti­ven Wert“in der Halb­jah­res­sta­tis­tik 2018. Er ver­weist aber eben­falls dar­auf, das sich das Er­geb­nis im Qua­li­täts-mess­sys­tem „ab­so­lut ge­se­hen“seit De­zem­ber 2016 „si­gni­fi­kant ver­bes­sert“ha­be.

Zu den von Tes­tern aus­ge­mach­ten „deut­li­chen Män­geln“zäh­len laut BEG: au­ßen zu dre­cki­ge Zü­ge, ver­kratz­te Schei­ben so­wie über­hitz­te, nicht kli­ma­ti­sier­te Fahr­zeu­ge. Be­frag­te Fahr­gäs­te, de­ren Be­wer­tun­gen eben­falls ins Ran­king ein­flie­ßen, mo­nier­ten un­ge­putz­te Klos so­wie ei­ne feh­len­de „Kun­den­ori­en­tie­rung bei Be­schwer­den“.

Kri­ti­siert wor­den sei auch, er­gänzt der Bahn-spre­cher, dass „ein­zel­ne Fahr­zeu­ge“nicht ein­wand­frei funk­tio­niert hät­ten. „Hier ar­bei­tet das Flot­ten­ma­nage­ment in­ten­siv an ei­ner Ver­bes­se­rung.“Die BEG hat die DB Re­gio auch auf­ge­for­dert, auf­zu­zei­gen, wie die be­ste­hen­den Män­gel be­ho­ben wer­den sol­len. Die Pünkt­lich­keit wird im Ran­king nicht be­rück­sich­tigt. Hier läuft auch nicht im­mer al­les rund.

War­ten auf das Jahr 2020

Ei­nen Durch­bruch in der Qua­li­tät, al­so „spür­ba­re Ver­bes­se­run­gen“für die Kun­den et­wa bei der Sau­ber­keit, er­war­tet der Bahn-spre­cher zum De­zem­ber 2020. Dann wer­den statt der der­zeit rol­len­den Ge­braucht­fahr­zeu­ge nur neue Die­sel­trieb­wa­gen ein­ge­setzt (sie­he Info-kas­ten).

Der Bahn-spre­cher be­nennt auch Plus­punk­te: „Vor al­lem das Ver­hal­ten der Zug­be­glei­ter und die Fahr­gast­in­for­ma­ti­on wer­den po­si­tiv be­wer­tet.“Nun aber muss die DB Re­gio erst­mal Straf­zah­lun­gen an die BEG leis­ten.

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