„Nu­xit kos­tet 75 Mil­lio­nen Eu­ro in 5 Jah­ren“

Blau­beu­ren und Laichin­gen ha­ben bei ei­nem Ide­en­wett­be­werb ge­won­nen. Sie kön­nen ih­re Kon­zep­te nun um­set­zen.

Südwest Presse (Ulm) - - Erste Seite -

Kreis Neu-ulm. Ein In­sti­tut und die re­gio­na­le Wirt­schaft war­nen vor den Fol­gen des ge­plan­ten Aus­tritts Neu­ulms aus dem gleich­na­mi­gen Land­kreis. Stadt und Kreis sei­en noch nicht reif für den Nu­xit.

Re­gi­on. Blau­beu­ren und Laichin­gen ge­hö­ren zu den ins­ge­samt sie­ben Sie­gern des Ide­en­wett­be­werbs „Lo­ka­ler On­line-markt­platz“. Die­sen hat­te das Land Ba­den-würt­tem­berg aus­ge­ru­fen, um in­no­va­ti­ve und krea­ti­ve Kon­zep­te zu prä­mie­ren, die zei­gen, wie im länd­li­chen Raum der in­ner­ört­li­che Han­del durch ei­nen On­line-markt­platz be­lebt wer­den kann. Blau­beu­ren be­kommt für die Um­set­zung sei­nes On­line-markt­plat­zes 160 000 Eu­ro För­de­rung vom Land. Laichin­gen, das fe­der­füh­rend für den Zweck­ver­band Re­gi­on Schwä­bi­sche Alb teil­nahm, er­hält 200 000 Eu­ro. Das teil­te das Mi­nis­te­ri­um für Länd­li­chen Raum mit. Ges­tern über­reich­te Mi­nis­ter Pe­ter Hauk (CDU) den Ge­win­nern die För­der­be­schei­de in Stutt­gart.

Kom­for­ta­bel und lo­kal

Auf den lo­ka­len On­line-platt­for­men der Kom­mu­nen sol­len künf­tig in­ner­ört­li­che Händ­ler ih­re Wa­ren an­bie­ten, die von Kun­den mit dem glei­chen Kom­fort be­stellt wer­den kön­nen wie bei den gro­ßen E-com­mer­ce-platt­for­men wie et­wa Ama­zon. Die di­gi­ta­len Markt­plät­ze sol­len aber auch In­fos zum Le­ben in der Kom­mu­ne bie­ten, bei­spiels­wei­se über Ver­ei­ne oder über Öff­nungs­zei­ten von Ärz­ten. Hauk: „Der ganz­heit­li­che An­satz, der über die lo­ka­len On­line-markt­plät­ze ver­folgt wer­den soll, bie­tet ei­nen enor­men Mehr­wert für die Kom­mu­nen, Kun­den und Un­ter­neh­mer im Länd­li­chen Raum.“

Für die Be­wer­bung muss­ten sich min­des­tens 20 Nah­ver­sor­ger pro Kom­mu­ne, al­so Händ­ler oder Di­enst­leis­ter wie Hand­wer­ker, Bä­cker oder Ärz­te, zum Mit­wir­ken ver­pflich­ten. Au­ßer­dem wur­de ein „Küm­me­rer“be­nannt, der Haupt­an­sprech­part­ner ist.

„Die Aus­zeich­nung ist ein gro­ßer Er­folg der Stadt­ver­wal­tung Blau­beu­ren und ih­rer In­itia­ti­ve, den Um­struk­tu­rie­rungs­pro­zess un­se­rer In­nen­stadt er­folg­reich zu ge­stal­ten“, kom­men­tier­te Bür­ger­meis­ter Jörg Sei­bold den För­der­be­scheid am Don­ners­tag vor Un­ter­neh­mern in Blau­beu­ren.

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