Aus Drei mach Zwei

Drei Rou­la­den hat­te SZ-Re­dak­teur Bern­hard Ge­ber beim Metz­ger be­stellt. Zu­hau­se in der Tü­te wa­ren es dann aber nur zwei! Welch bö­se He­xe­rei!

Saarbruecker Zeitung - - Zeitung Für Saarbrücken -

„Aus Eins mach Zehn, und Zwei lass geh’n ... “. So be­ginnt das He­xen-Ein­mal­eins. Und das Ver­wirr­spiel geht wei­ter bis zur Zehn. Da brumm­te be­reits Goe­thes Faust der Kopf, als er das bei sei­ner He­xe hör­te. Und ähn­lich mag es der Ver­käu­fe­rin im Stim­men­ge­wirr an der Fleisch­the­ke er­gan­gen sein. Sie­ben Pa­pri­ka­schwen­ker, drei Senf­schwen­ker, aber ei­ner mit Pu­te, nach links… Statt Zehn mach’ Drei! Drei Rou­la­den be­stell­te ich mir. Und fand zu Hau­se nur zwei in mei­ner Fleisch­tü­te. Statt drei nur zwei, der Hun­ger da­bei. Al­so: Obacht im Ge­drän­ge! Im Zwei­fels­fall die er­wünsch­te Zahl mit den Fin­gern an­zei­gen. Oder an­ders an­sa­gen: Zwo statt zwei, wie bei Ju­li (statt Ju­ni) und Ju­lei. Dann bleibt’s da­bei: Aus zwo mach zwei, und drei bleibt drei, das ist doch kei­ne He­xe­rei! Und da­zu noch ein gu­ter Rat des Klas­si­kers. „Und Drei mach gleich, so bist du reich.“So heißt’s be­reits im He­xen-Ein­mal­eins bei Goe­the.

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