Was Rei­sen­de über Sou­ve­nirs wis­sen müs­sen

Ur­lau­ber dür­fen Pro­duk­te, die aus be­stimm­ten Pflan­zen her­ge­stellt wer­den, nicht nach Deutsch­land ein­füh­ren

Saarbruecker Zeitung - - Reise -

Pots­dam. Ein Sou­ve­nir aus dem Ur­laub mit­zu­brin­gen, ist für die meis­ten Rei­sen­den selbst­ver­ständ­lich. Doch nicht al­les, was in Län­dern au­ßer­halb der Eu­ro­päi­schen Uni­on ver­kauft wird, lässt sich oh­ne wei­te­res nach Deutsch­land ein­füh­ren. Ei­ni­ge Gü­ter dür­fen gar nicht ins Land ge­bracht wer­den, für an­de­re wer­den Ab­ga­ben fäl­lig. Ei­nen Über­blick gibt das Haupt­zoll­amt in Pots­dam. Ein­schrän­kun­gen: Mit ver­bo­te­nen Gü­tern wie et­wa Waf­fen, kom­men deut­sche Ur­lau­ber wohl kaum in Be­rüh­rung. An­ders sieht es bei be­stimm­ten Tie­ren, Pflan­zen und dar­aus her­ge­stell­ten Sou­ve­nirs aus: Für sie gel­ten Ar­ten- und Pflan­zen­schutz­be­din- gun­gen. „In man­chen Län­dern kann der Ein­druck ent­ste­hen, dass der Ver­kauf er­laubt ist“, sagt Det­lef Szes­ny, Spre­cher des Haupt­zoll­amts. Das ist aber meist nicht der Fall. Am Flug­ha­fen in Deutsch­land wer­den die Wa­ren dem Rei­sen­den ab­ge­nom­men.

Auch ver­bo­te­ne Arz­nei­mit­tel ma­chen Är­ger, wenn sie ent­deckt wer­den. Da­zu zäh­len ge­fälsch­te Me­di­ka­men­te und Do­ping­mit­tel. Be­stimm­te Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel, die in Deutsch­land als Arz­nei gel­ten, sind eben­so nicht er­laubt. Das gilt auch für vie­le Le­bens­mit­tel aus Nicht-EUStaa­ten, et­wa tie­ri­sche Pro­duk­te, Kar­tof­feln oder Wild­pil­ze. „Ein Grenz­ve­te­ri­när schaut sich die Mit­tel an und ent­schei­det, ob sie ein­ge­zo­gen wer­den“, so Szes­ny. Zoll und Steu­ern: Die Ein­fuhr ei­ni­ger Gü­ter aus Nicht-EU-Staa­ten ist zwar nicht ver­bo­ten, es wer­den aber Ab­ga­ben fäl­lig. Für die Ein­fuhr von Spi­ri­tuo­sen mit mehr als 22 Pro­zent Al­ko­hol gilt ei­ne Frei­men­ge von le­dig­lich ei­nem Li­ter. Alternativ dür­fen es ma­xi­mal zwei Li­ter Al­ko­ho­li­ka sein, die we­ni­ger als 22 Pro­zent Al­ko­hol ent­hal­ten. Bei Wei­nen sind vier Li­ter er­laubt, bei Bier 16 Li­ter. Wer­den die­se Men­gen über­schrit­ten, muss der Rei­sen­de Ab­ga­ben zah­len. dpa

zoll. de

FOTO:DPA

Ur­lau­ber, die un­er­laub­te Sou­ve­nirs da­bei ha­ben, müs­sen die­se beim Zoll ab­ge­ben.

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