Uni-Rat be­stä­tigt neue Fa­kul­täts­struk­tur

Auf­sichts­gre­mi­um der Hoch­schu­le stimmt Ver­klei­ne­rung auf sechs Fa­kul­tä­ten zu

Saarbruecker Zeitung - - Landespolitik / Region -

Der Uni­ver­si­täts­rat der Saar-Uni hat ges­tern Abend ih­rem Prä­si­den­ten den Rü­cken ge­stärkt. Der Ent­wick­lungs­plan des Lan­des, der vie­le De­tail­ein­grif­fe auf dem Cam­pus vor­sieht, geht dem Auf­sichts­gre­mi­um der Hoch­schu­le zu weit.

Saar­brü­cken. Der Ent­wurf des Hoch­schul­ent­wick­lungs­plans der Lan­des­re­gie­rung stößt im höchs­ten Auf­sichts­gre­mi­um der Saar-Uni­ver­si­tät auf Wi­der­stand. „Die­ser Plan geht zu weit – im De­tail“, fass­te ges­tern Abend der Vor­sit­zen­de des Uni­ver­si­täts­ra­tes, Pro­fes­sor Gün­ter Stock, die Stim­mung nach der Sit­zung des Gre­mi­ums zu­sam­men. Ei­ni­ge Mit­glie­der hät­ten „stark ir­ri­tiert“auf De­tail­vor­ga­ben re­agiert, mit de­nen auf dem Cam­pus durch­re­giert wer­den sol­le. Der Uni­ver­si­täts­rat ha­be an die Lan­des­re­gie­rung ap­pel­liert, die Au­to­no­mie von Uni­ver­si­tät und Uni­ver­si­täts­rat zu re­spek­tie­ren, so der Prä­si­dent der Berlin-Bran­den­bur­gi­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten. Beim größ­ten Teil der grund­sätz­li­chen Aus­sa­gen des Plans ge­be es je­doch kei­nen Dis­sens.

Aus­drück­lich un­ter­stützt ha­be der Uni­ver­si­täts­rat die von Uni­Prä­si­dent Vol­ker Lin­ne­we­ber vor­ge­schla­ge­ne UniStruk­tur, die nur noch sechs statt acht Fa­kul­tä­ten vor­sieht. Da­bei ist auf dem Cam­pus vor al­lem die Auf­spal­tung der Fa­kul­tät I (Rechts­und Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten) um­strit­ten. Die Ab­tei­lung Ju­ra soll zu ei­ner ei­ge­nen Fa­kul­tät wer­den, Wirt­schafts- und Hu­m­an­wis­sen­schaf­ten sol­len ver­schmel­zen. Da­ge­gen vor­ge­brach­te Be­den­ken der Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten be­trach­te der Uni­ver­si­täts­rat als „nicht stichhal- tig“, so Gün­ter Stock.

Der Plan der Uni-Lei­tung tra­ge dem Um­stand Rech­nung, dass von der ju­ris­ti­schen Fa­kul­tät ho­he Leis­tung ge­for­dert sei. For­de­run­gen des Lan­des, die Uni­ver­si­tät müs­se sich stär­ker um Son­der­for­schungs­be­rei­che, zum Bei­spiel im Fach Ju­ra, be­mü­hen, be­grüßt der Vor­sit­zen­de des Uni­ver­si­täts­rats. Al­ler­dings brau­che das Prä­si­di­um auch fi­nan­zi­el­le Mög­lich­kei­ten, um da­für An­rei­ze zu set­zen und um in­ter­dis­zi­pli­nä­re Ko­ope­ra­tio­nen an­zu­sto­ßen.

Der Uni­ver­si­täts­rat emp­feh­le aus die­sem Grund den Auf­bau ei­ner „stra­te­gi­schen Re­ser­ve“aus dem Glo­bal­haus­halt für die Hoch­schul­lei­tung. Um da­für an­ge­sichts des bis zum Jahr 2020 fi­xier­ten Lan­des­zu­schus­ses fi­nan­zi­el­len Spiel­raum zu schaf­fen, möch­te der Uni­ver­si­täts­rat ei­ni­ge Vor­ga­ben des Hoch­schul­ent­wick­lungs­plans et­was wei­cher for­mu­lie­ren. Um al­le For­de­run­gen zu er­fül­len, dürf­ten die bis­her be­kann­ten Ein­nah­men nicht ge­nü­gen. byl

Vol­ker Lin­ne­we­ber

Gün­ter Stock

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