Ein dy­na­mi­sches Duo in ei­ner Lü­gen­ge­schich­te mit ei­ni­gen Län­gen

Saarbruecker Zeitung - - Fernsehen -

Vor­sicht vor Leu­ten, Mitt­woch, 20.15 Uhr, ARD: Lo­renz Brahm­kamp (Char­lie Hüb­ner), trot­te­li­ger, aber lie­bens­wer­ter Je­der­mann, ist ein no­to­ri­scher Lüg­ner. Und des­we­gen klappt’s auch mit sei­ner Ehe nicht mehr so recht. Ei­ne heim­tü­cki­sche Du­schab­tren­nung schiebt sich zwi­schen den Sach­be­ar­bei­ter im Bau­re­fe­rat und sei­ner Frau. Auch im Job läuft es gar nicht gut, die Kün­di­gung steht vor der Tür. Durch meh­re­re glück­li­che Zu­fäl­le trifft Lo­renz auf den Self­made-Mil­lio­när Alex­an­der Schön­le­ben (Micha­el Ma­er­tens) – und der weiß, wie man aus Lo­renz’ Lü­gen­lei­den­schaft ei­ne Tu­gend ma­chen kann. Char­lie Hüb­ner zeigt mit – wort­wört­lich – vol­lem Kör­per­ein­satz, wie nor­mal sein Cha­rak­ter ist. Nor­mal ge­nug we­nigs­tens, dass der Zu­schau­er sich mit ihm iden­ti­fi­zie­ren kann. Ma­er­tens hin­ge­gen gibt den „Strom­berg light“(Au­tor Ralf Hus­mann schrieb auch für die Kult­se­rie die Dreh­bü­cher): we­ni­ger be­müht um La­cher, da­für schön schmie­rig. Die Dy­na­mik der bei­den Fi­gu­ren könn­te bes­ser nicht sein, zu­mal Lo­renz tap­fer ver­sucht, nicht mit An­lauf in je­des Fett­näpf­chen zu tre­ten, das ihm Schön­le­ben vor die Fü­ße stellt. Lei­der aber plät­schert die Ge­schich­te nur so vor sich hin. Das En­de macht im­mer­hin ziem­lich viel wie­der wett: Zum Schluss – um es mit Lo­renz’ Wor­ten zu sa­gen – „da kannst du nur hof­fen, denn hap­py ist das En­de nie, höchs­tens of­fen“.

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