Con­tainertrans­port im Auf­wind

In der Re­gi­on sind in den ver­gan­ge­nen Jah­ren et­li­che Um­schlag­punk­te ent­stan­den

Saarbruecker Zeitung - - WIRTSCHAFT - Von SZ-Mit­ar­bei­ter Udo Rau

Der kom­bi­nier­te Gü­ter­ver­kehr über Schie­ne, Schiff und Lkw hat sich im Städ­te-Drei­eck Mainz, Metz und Luxemburg stark be­lebt. Da­von pro­fi­tiert auch das Saar­land mit neu­en Dreh­kreu­zen in Kir­kel und Be­ckin­gen.

Saar­brü­cken. Die saar­län­di­sche Wirt­schaft setzt wie­der mehr auf den Con­tainertrans­port mit der Bahn. „Wir er­war­ten in die­sem Jahr den Trans­port von rund 19 000 Con­tai­nern, das ist ei­ne Um­schlags­men­ge, die wir letzt­ma­lig vor 20 Jah­ren er­reich­ten. Es ist ei­ne wirk­li­che Trend­wen­de ge­lun­gen“, sag­te Dirk Ba­er­bock von der DB Schen­ker Rail Au­to­mo­ti­ve (Han­no­ver) beim 1. Lo­gis­tik­fo­rum der In­dus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Saar­land und der Re­gio­nal­grup­pe Saar der Bun­des­ver­ei­ni­gung Lo­gis­tik (BVL) in Saar­brü­cken. The­ma: Hat das Saar­land im kom­bi­nier­ten Ver­kehr den An­schluss ver­passt? „Nein, das Saar­land hat den An­schluss nicht ver­passt. Die In­fra­struk­tur für die in­ter­mo­da­len Ver­keh­re – Stra­ße,Was­ser und Schie­ne – ist vor­han­den. Die Ent­wick­lung im Saar­land geht in die rich­ti­ge Rich­tung“, sag­te Ba­er­bock“un­se­rer Zei­tung.

Und neue, pri­va­te An­bie­ter sor­gen für zu­sätz­li­ches An­ge­bot. Zum Bei­spiel das di­rekt am Rhein ge­le­ge­ne, mit­tel­stän­di­sche Main­zer Lo­gis­tik-Un­ter­neh­men Fran­ken­bach, das im No­vem­ber 2014 zwi­schen Mainz und dem Bahn-Log- Ge­län­de in Kir­kel mit sechs Zü­gen, den Rhein-Saar-Mo­selCon­tai­ner-Ex­press ge­star­tet hat. Ent­wi­ckelt hat das Kon­zept der Ham­bur­ger Bahn­ex­per­te Ger­hard Os­wald mit sei­ner Fir­ma Go­mul­ti­modal. „Das ist gut an­ge­lau­fen, und wir ho­len mit dem Con­tai­ner-Zug in die­sem Jahr 250 Lkw von der Stra­ße auf die Schie­ne“, so Os­wald. Jüngst wur­de die Con­tai­ner-Li­nie über Kir­kel hin­aus bis zum Be­ckin­ger Lo­gis­tik­Un­ter­neh­men Puhl er­wei­tert.

Puhl be­treibt auch seit 2011 das 2009 von der Bahn ge­schlos­se­ne Saar­brü­cker Bahn­Lo­gis­tik-Ter­mi­nal an der Dud­wei­ler Stra­ße. Ein wei­te­rer Wett­be­wer­ber in der Re­gi­on sitzt mit der Zehn­hoff-Söns Gm­bH in den Mo­sel­hä­fen Metz und Tri­er. Dort­hin brin­gen Lkw die Con­tai­ner. Dann ge­hen sie per Schiff über Mo­sel und Rhein nach Zee­brüg­ge, Ams­ter­dam, Rot­ter­dam und Ant­wer­pen. Hin­zu kommt noch das gro­ße Schien­en­ter­mi­nal der lu­xem­bur­gi­schen Staats­bahn CFL in Bet­tem­bourg. Ein wei­te­res, 15 Hekt­ar gro­ßes Schie­nen-Con­tai­ner­ter­mi­nal be­fin­det im bel­gi­schen At­hus, di­rekt an der Gren­ze zum süd­lu­xem­bur­gi­schen Stahl­re­vier na­he Ro­dan­ge. Die Be­trei­ber emp­feh­len sich als das „Ter­mi­nal für die Groß­re­gi­on“mit ei­nem Ein­zugs­be­reich von 300 Ki­lo­me­tern um At­hus her­um und wer­ben mit 250 Ki­lo­me­ter Ent­fer­nung bis zu den bel­gi­schnie­der­län­di­schen See­hä­fen. Jah­res­ka­pa­zi­tät: bis zu 120 000 See­con­tai­ner.

FO­TO: UDO RAU

Das Be­ckin­ger Lo­gis­tik-Un­ter­neh­men Puhl hat sich auf Con­tai­ner-Ver­kehr spe­zia­li­siert.

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