Här­te­fall­kom­mis­si­on könn­te in neun Fäl­len Ab­schie­bung stop­pen

Saarbruecker Zeitung - - SAARLAND - sum

Saar­brü­cken. In die­sem Jahr ha­ben vom Ver­wal­tungs­ge­richt ab­ge­lehn­te Asyl­be­wer­ber neun An­trä­ge zur Ver­län­ge­rung ih­rer Auf­ent­halts­er­laub­nis bei der saar­län­di­schen Här­te­fall­kom­mis­si­on ein­ge­reicht. Da­bei kann ein An­trag auch von ei­ner gan­zen Fa­mi­lie ge­stellt wer­den und be­zieht sich nicht im­mer nur auf ei­ne Per­son. Ak­tu­ell lau­fen die neun Ver­fah­ren noch. Das teil­te das Saar-In­nen­mi­nis­te­ri­um auf SZ-An­fra­ge mit.

Die Här­te­fall­kom­mis­si­on ist die letz­te Chan­ce für ab­ge­lehn­te Asyl­be­wer­ber. Aus­län­der, de­nen die Ab­schie­bung droht, kön­nen auf­grund „hu­ma­ni­tä­rer oder per­sön­li­cher Grün­de, die ei­ne be­son­de­re Här­te dar­stel­len“ei­nen An­trag ein­rei­chen, heißt es im Tä­tig­keits­be­richt der Kom­mis­si­on. Bei der Ent­schei­dung, ob sie ei­ne Auf­ent­halts­er­laub­nis be­kom­men, spie­le vor al­lem die „gelungene so­zia­le In­te­gra­ti­on der An­trag­stel­ler und ih­rer Fa­mi­li­en“ei­ne Rol­le. Das zei­ge sich durch schu­li­sche Leis­tun­gen der Kin­der, die be­ruf­li­che Lauf­bahn und die Dau­er des Auf­ent­halts im Saar­land. 2014 hat­te sich die Kom­mis­si­on mit 16 Fäl­len von 25 Per­so­nen be­schäf­tigt. Da­von wur­de laut Ge­schäfts­be­richt kein An­trag ab­ge­lehnt, die 25 Asyl­be­wer­ber er­hiel­ten ei­ne Auf­ent­halts­er­laub­nis.

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