Nur für hart­ge­sot­te­ne Doors-Fans wirk­lich ein Fest

Saarbruecker Zeitung - - FERNSEHEN -

The Doors – Feast of Fri­ends, Sams­tag, 23.10 Uhr, Arte: Rund 45 Jah­re lang war „Feast of Fri­ends“ein My­thos un­ter den Fans der US-Rock­grup­pe The Doors. Denn es han­delt sich um den ein­zi­gen Film, den die Band selbst pro­du­ziert hat. Be­vor er je­doch fer­tig­ge­stellt wer­den konn­te, wur­de Sän­ger JimMor­ri­son 1969 bei ei­nem Kon­zert in Mia­mi fest­ge­nom­men, weil er sich an­geb­lich un­sitt­lich ent­blößt hat­te. Erst im Jahr 2014 wur­de der Film tech­nisch über­holt und ver­öf­fent­licht. Auf Arte lie­famSams­tag­abend die deut­sche Erst­aus­strah­lung. Mor­ri­son selbst be­zeich­ne­te den Film mit der für ihn ty­pi­schen iro­ni­schen Vag­heit als „fik­tio­na­le Do­ku­men­ta­ti­on“. Das trifft die Sa­che tat­säch­lich recht gut. Es gibt kei­nen Kom­men­tar und auch kei­ne klas­si­schen In­ter­views mit den Band­mit­glie­dern. Statt­des­sen soll wohl ein mehr oder we­ni­ger un­ge­fil­ter­ter Ein­blick hin­ter die Ku­lis­sen des Tour-All­tags ver­mit­telt wer­den. Das ge­lingt zwar, doch all­zu viel Neu­es bie­ten die Sze­nen nicht. Bei­na­he die Hälf­te der Lauf­zeit von „Feast ofF­ri­ends“nimmt ein Kon­zer­tmit­schnitt des Doors-Klas­si­kers „The End“in An­spruch. Der ist zwar ex­zel­lent, war aber zu­vor schon ver­öf­fent­licht wor­den. Ins­ge­samt bleibt „Feast of Fri­ends“auf hal­bem We­ge zwi­schen kon­ven­tio­nel­ler Do­ku­men­ta­ti­on und künst­le­risch am­bi­tio­nier­tem Film ste­cken.

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