Heus­wei­ler Ced­ric Pi­ro kämpft im „Ge­schäft oh­ne Emo­tio­nen“

Saarbruecker Zeitung - - SPORT REGIONAL -

Er kämpft mit Mick Schuh­ma­cher um Punk­te in der For­mel 4. Nach durch­wach­se­nem Start soll es für Ced­ric Pi­ro Schritt für Schritt nach vor­ne ge­hen. Sein nächs­tes Ren­nen am Nür­burg­ring ist für den 17Jäh­ri­gen ein Heim­spiel.

Heus­wei­ler. Über 40 Renn­fah­rer star­ten in der neu­en ADAC For­mel 4. Zu ih­nen ge­hört ne­ben Mick Schu­ma­cher, Sohn des For­mel 1-Re­kord­welt­meis­ters Michael Schu­ma­cher, auch der Saar­län­der Ced­ric Pi­ro. Der hat nach ei­nem durch­wach­se­nen Start in die Renn­se­rie mitt­ler­wei­le sei­ne ers­ten drei Ge­samt­wer­tungs­punk­te ein­ge­fah­ren und liegt zur Halb­zeit auf Platz 23 von über 40 Teil­neh­mern. Die nächs­ten Ren­nen fin­den auf dem Nür­burg­ring (14.-16. Au­gust) statt, Ced­rics Heimstre­cke.

„Je­der hat die­se Klas­se un­ter­schätzt“, meint Er­win Pi­ro, Va­ter und Chef von Ced­rics Renn­stall „Pi­ro Sports“. Es ha­be sich nach vier von ins­ge­samt acht Ver­an­stal­tungs-Wo­che­n­en­den ge­zeigt, dass es sich von Sei­ten der kon­kur­rie­ren­den Mann­schaf­ten um ein „knall­har­tes Ge­schäft oh­ne Emo­tio­nen“han­de­le: „Un­se­rem Team wur­den von an­de­ren ein Fah­rer und so­gar zwei Mecha­ni- Ced­ric Pi­ro ker ab­ge­wor­ben. Da­mit, dass hin­ter den Ku­lis­sen fast mehr ge­kämpft wird als auf der Stre­cke, ha­be ich nicht ge­rech­net.“

Aus sport­li­cher Sicht läuft es für sei­nen 17-jäh­ri­gen Sohn im­mer bes­ser. Beim letz­ten Ren­nen An­fang Ju­li auf dem Lau­sitz­ring star­te­te er aus der zwei­ten Rei­he und sam­mel­te so­gar ers­te Ki­lo­me­ter als Füh­ren­der. Ein Neu­start nach ei­ner Sa­fe­ty-Car-Pha­se be­en­de­te den Aus­flug an die Spit­ze. Aus zwei Se­kun­den Vor­sprung und bes­ten Aus­sich­ten auf ei­nen Platz auf dem Po­di­um wur­de am En­de ein zwölf­ter Rang. „Na­tür­lich bin ich ent­täuscht. Wenn man ein Ren­nen an­führt, möch­te man am En­de auch ge­win­nen“, sagt Ced­ric Pi­ro zu ei­nem sei­ner bes­ten Wo­che­n­en­den, „trotz­dem war das ein gro­ßer Schritt nach vor­ne. Wir ha­ben viel ge­lernt und wa­ren auf Au­gen­hö­he mit der Spit­ze.“

Auch Pa­pa Er­win meint: „Ced­ric fin­det sich mitt­ler­wei­le gut zu­recht. Struk­tu­rel­le Din­ge ha­ben uns an­fangs schon et­was zu­rück­ge­hal­ten. Aber das ging an­de­ren Teams ge­nau­so.“Das wie­der­keh­ren­de Renn­ziel, ei­nen Platz un­ter den bes­ten Zehn und da­mit „in den Punk­ten“zu er­rei­chen, hat auch am Nür­burg­ring Gül­tig­keit. „Wir wol­len im Ge­samt­klas­se­ment noch wei­ter nach vor­ne kom­men und dar­an ar­bei­ten wir. Je här­ter es ist, des­to mehr strengt man sich an. Gera­de als ei­nes der kleins­ten Teams“, sagt Er­win Pi­ro und kün­digt an: „Wir wer­den kämp­fen bis zum letz­ten Bluts­trop­fen.“zen

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