Ju­so- Che­fin for­dert Ur­wahl des SPD-Kanz­ler­kan­di­da­ten

Saarbruecker Zeitung - - POLITIK - Von SZ-Kor­re­spon­dent Ste­fan Vetter

Berlin. Ju­so-Che­fin Jo­han­na Ue­ker­mann hat sich da­für aus­ge­spro­chen, den SPD-Kanz­ler­kan­di­da­ten durch ei­ne Ur­wahl der Mit­glie­der zu be­stim­men. „Die SPD hat mehr als nur ei­nen mög­li­chen Kanz­ler­kan­di­da­ten“, sag­te Ue­ker­mann der „Welt“. Die Ent­schei­dung soll­ten al­le Par­tei­mit­glie­der ge­mein­sam tref­fen. „Ein Aus­kun­geln ei­nes Kan­di­da­ten wie vor den letz­ten Wah­len macht die SPD nicht mehr mit.“

Par­tei­vi­ze Ralf Steg­ner zeig­te sich of­fen für den Vor­stoß. Der Par­tei­vor­sit­zen­de Sig­mar Ga­b­ri­el ha­be selbst im­mer wie­der ge­sagt, bei meh­re­ren Kan­di­da­ten sei ei­ne Ent­schei­dung der Mit­glie­der ge­fragt, sag­te Steg­ner. „Der Vor­sit­zen­de muss al­so von nie­man­dem da­zu auf­ge­for­dert oder gar ge­drängt wer­den.“Auch der kon­ser­va­ti­ve Par­tei­flü­gel schließt ei­ne Ur­wahl nicht aus: Der Spre­cher des See­hei­mer Krei­ses, Jo­han­nes Kahrs, sag­te dem „Han­dels­blatt“: „Bei meh­re­ren ernst­haf­ten Kan­di­da­ten kann man ei­ne Mit­glie­der­be­fra­gung durch­füh­ren.“afp/dpa Jo­han­na Ue­ker­mann

Es ist kein Ge­heim­nis, dass sich die Be­geis­te­rung der So­zi­al­de­mo­kra­ten über Sig­mar Ga­b­ri­el mitt­ler­wei­le spür­bar in Gren­zen hält. Der Zick­zack-Kurs des Par­tei­chefs bei der Grie­chen­land-Ret­tung, sei­ne Ha­ken­schlä­ge beim Frei­han­dels­ab­kom­men TTIP und sein Ver­wirr­spiel in Sa­chen Vor­rats­da­ten­spei­che­rung ha­ben für nach­hal­ti­ge Ver­stö­rung bei vie­len Ge­nos­sen ge­sorgt. Nun hat Ju­so-Che­fin Jo­han­na Ue­ker­mann Salz in die Wun­de ge-

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.