Auch oh­ne Ka­ker­la­ken hat das Som­mer-Camp sei­nen Reiz

Saarbruecker Zeitung - - FERNSEHEN -

Ich bin ein Star – Lasst mich wie­der rein!, Di­ens­tag, 22.15 Uhr, RTL: Ein „Dschungelcamp“oh­ne Dschun­gel und oh­ne Camp, das ist al­len­falls ei­ne Nost­al­gie­show, in der Ex-Kan­di­da­ten in Er­in­ne­run­gen schwel­gen und al­te Kon­flik­te auf­wär­men. Nicht im wil­den Aus­tra­li­en, son­dern im bra­ven KölnHürth. Das Ver­spei­sen von Kän­gu­ru-Ho­den und Wan­nen-Bä­der mit Ka­ker­la­ken bie­ten sich als Prü­fung für die Kan­di­da­ten schon mal nicht an. Viel­leicht hät­te RTL das im Vor­feld deut­li­cher ver­mit­teln sol­len. So aber ha­gelt es bö­se Schlagzeilen, „Dschun­gel-Talk mit Wer­bung!“, „Lang­wei­lig!“, „Pein­lich!“. Letz­te­res ist das „ech­te“DschungelCamp auch und genau je­ner Fak- tor, der Mil­lio­nen Zu­schau­er ein­schal­ten lässt. Doch auch das Spe­cial hat sei­nen Reiz. Wil­liHer­rens Her­ren­wit­ze, Nad­dels Ge­brab­bel, Ei­keIm­mels­ent­waff­nen­de Ehr­lich­keit („Ich brau­che das Geld!“) – das al­les hat schon des­halb Un­ter­hal­tungs­wert, weil es oft hübsch ent­lar­vend ist. Er­fri­schend, wenn Sa­rah „Din­gens“die ver­meint­li­che Über­ra­schung von Ma­thieu Car­riè­re und Jay Khan „Du hier?“mit ei­nem Au­gen­rol­len kom­men­tiert: „Mann, die zwei schau­spie­lern schon wie­der! Stand doch in der Zei­tung, dass wir hier sind!“Fa­zit: Es müs­sen kei­ne Ka­ker­la­ken sein, um das Dschun­gel-Pu­bli­kum zu un­ter­hal­ten. Aber ein Spe­cial in zehn Jah­ren reicht.

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