Cd-play­er

Saarbruecker Zeitung - - TREFF.REGION -

Irit De­kel & Eld­ad Zi­trin „Last Of Songs“(PINORREKK / Edel Kul­tur): Ih­re Hei­mat­stadt Tel Aviv ist für die­ses Duo der “wah­re Mel­ting Pot der Welt“. „Last Of Songs“ist ein Mix aus (Kaffehaus-)Jazz, Folk und Pop, der hier mit­tels durch­aus Ho­ri­zont er­wei­tern­der, aber auch sehr bra­ver In­ter­pre­ta­tio­nen di­ver­ser so­ge­nann­ter Stan­dards prä­sen­tiert wird. Lei­der gibt es nur ei­nen ein­zi­gen wirk­lich über­ra­schen­den Mo­ment – wenn näm­lich in „Gu­ess Who I Saw To­day“un­ver­se­hens ei­ne Folk-Gei­ge in das Stück re­gel­recht hin­ein grätscht. Ein Blick auf’s ver­we­gen-char­man­te Co­ver hat­te ei­gent­lich mehr sol­cher Ent­fes­se­lungs­mo­men­te er­war­ten las­sen. Das Al­bum plät­schert zwar sti­lis­tisch fa­cet­ten­reich, doch emo­tio­nal er­schre­ckend flach durch die Bo­xen.

Ta­me Im­pa­la „Cur­rents“(Fic­tion/Ca­ro­li­ne/Uni­ver­sal): Das ist al­so das Al­bum, das über­all in den Him­mel ge­lobt wird und bei­spiels­wei­se in der „Süd­deut­schen Zei­tung“zum „Al­bum des Som­mers“ge­kürt wur­de. Die Hys­te­rie ist nicht ganz nach­voll­zieh­bar. All das nur weil die aus­tra­li­schen Psy­che­de­lic Ro­cker sich in die Welt der Syn­the­si­zer be­ge­ben ha­ben? Da­durch klin­gen sie ak­tu­ell nach trä­gen Daft Punk oder dem Sound­track des Films „Dri­ve“. Die Songs sind ge­prägt von Seich­tig­keit, Schwüls­tig­keit und Syn­the­ti­zi­tät. Sie schwe­ben durch den Raum, oft aber am Ohr vor­bei. „Cur­rents“ist net­te Hin­ter­grund­be­schal­lung, mehr nicht.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.