Un­se­re Po­li­ti­ker sind of­fen­bar un­an­tast­bar

Saarbruecker Zeitung - - STANDPUNKT -

Zum Ar­ti­kel „Ran­ge greift an – und ver­liert“(SZ-Aus­ga­be vom 9. Au­gust) und zu Le­ser­brie­fen

Ge­ne­ral­bun­des­an­walt Harald Ran­ge hat nicht be­dacht, dass ein Po­li­ti­ker un­an­tast­bar ist. Kri­tik an ei­nem Po­li­ti­ker, der auch noch po­li­ti­scher Vor­ge­setz­ter ist, ist töd­lich. Die­se bit­te­re Er­fah­rung muss­te Herr Ran­ge ma­chen. Un­se­re Volks­ver­tre­ter sind die Un­fehl­bars­ten, die Größ­ten und die Wich­tigs­ten, die kri­ti­siert man nicht. Mi­nis­ter Hei­ko Maas hat durch sei­ne Pro­fi­lie­rungs­sucht ei­ne Fehl­ent­schei­dung ge­trof­fen. Er wä­re gut be­ra­ten ge­we­sen, wie die Kanz­le­rin Ru­he zu be­wah­ren und die­sem Som­mer­thea­ter kei­nen Raum zu bie­ten. Auch bin ich er­staunt dar­über, dass ein Ge­ne­ral­bun­des­an­walt noch an das Mär­chen von der un­ab­hän­gi­gen Jus­tiz glaubt. Bei uns ver­brei­tet sich das ver­meint­lich le­gi­ti­me Frei­kau­fen von Stra­fen. Im Fall Eda­thy oder wie in un­se­rem Länd­chen im Fall der „Ro­ten Ho­sen“. Es gibt bei uns kei­ne un­ab­hän­gi­ge ge­rech­te Jus­tiz. Marg­ret Ri­ga, Siers­burg

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