Floh­markt-Über­ra­schun­gen

Vom Stö­bern, Ent­de­cken, vom Er­stau­nen und vom Beu­te­ma­chen schwärmt SZ-Re­dak­teu­rin Marg­ret Schmitz.

Saarbruecker Zeitung - - ZEITUNG FÜR SAARBRÜCKEN -

Was gibt es auf Floh­märk­ten nicht al­les zu se­hen. Schö­nes und we­ni­ger Schö­nes steht her­um. Prak­ti­sches, Brauch­ba­res und of­fen­bar un­ge­lieb­te Ge­schen­ke. Man­ches kommt mir be­kannt vor, weil ich Glei­ches oder zu­min­dest sehr Ähn­li­ches schon vor ei­ni­ger Zeit aus mei­nem Um­feld ver­bannt ha­be. In­ter­es­san­tes wie zum Bei­spiel al­tes Werk­zeug oder al­te Kü­chen­ge­rä­te gibt es, Din­ge, bei de­nen kaum noch je­mand weiß, wo­für die be­nutzt wer­den kön­nen. So ha­be ich schon mal al­te Pas­te­ten­for­men ge­fun­den, in de­nen der (hof­fent­lich) le­cke­re In­halt fest ver­schraubt und ver­schlos­sen im Ofen oder im Was­ser­bad sei­ner Voll­en­dung ent­ge­gen­schmur­geln kann. Pri­ma zum Stö­bern sind na­tür­lich auch Bü­cher­floh­märk­te. Da kann ich st­un­den­lang su­chen. Das ist auch nö­tig, denn vie­les von dem, was da in den Kis­ten ge­sta­pelt ist, ken­ne ich als Vi­el­le­se­rin schon. Und man­che der Bü­cher ent­spre­chen nicht mei­nem Beu­te­sche­ma. Aber manch­mal gibt es wah­re Schät­ze. Und die müs­sen noch nicht ein­mal alt sein. So stö­ber­te ich ei­nen Wäl­zer auf – den Au­tor schät­ze ich sehr, und das Buch, ein erst vor kur­zer Zeit er­schie­ne­ner Best­sel­ler, war na­gel­neu. Selbst das Le­se­bänd­chen klemm­te noch un­aus­ge­franst fest zwi­schen den Sei­ten. Wahr­schein­lich hat da je­mand ein un­ge­lieb­tes Ge­schenk zum Floh­markt ge­ge­ben – und mir ei­ne Freu­de ge­macht.

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