Kei­ner weiß, war­um das Grund­was­ser steigt

Ober­bür­ger­meis­te­rin be­such­te Kla­ren­thal – Rund­gang en­de­te mit Dis­kus­si­on über Pro­ble­me in der Pe­ter­stra­ße

Saarbruecker Zeitung - - LOKALES - Von SZ-Mit­ar­bei­ter Andre­as Lang

Auf ih­rer Tour durch die Stadt­tei­le mach­te Ober­bür­ger­meis­te­rin Char­lot­te Britz jetzt in Kla­ren­thal Sta­ti­on. Sie will da­für sor­gen, dass sich ZKE und Lan­des­um­welt­amt um das Pro­blem mit dem stei­gen­den Grund­was­ser in der Pe­ter­stra­ße küm­mern.

Kla­ren­thal. Die Pro­ble­me hat­te sich die Wan­der­grup­pe um Ober­bür­ger­meis­te­rin Char­lot­te Britz und Be­zirks­bür­ger­meis­ter Dr. Claus The­res für den Schluss auf­ge­ho­ben. Dort nahm die Grup­pe, zu der sich ne­ben ei­ni­gen Be­zirks­rats­mit­glie­dern auch Land­tags­vi­ze-Prä­si­den­tin Isol­de Ries ge­sell­te, die Si­tua­ti­on in der Pe­ter­stra­ße in Au­gen­schein. Dort steigt näm­lich das Grund­was­ser, und nie­mand kann sa­gen war­um, wie sich in der leb­haf­ten Dis­kus­si­on her­aus­stell­te.

Tat­sa­che ist aber, dass die Bö­den seit Mo­na­ten feuch­ter als ge­wöhn­lich sind, zum Teil so­gar nass. Britz kün­dig­te an, dass sie den Zen­tra­len Kom­mu­na­len Ent­sor­gungs­be­trieb (ZKE) auf­for­dern wer­de, in die­ser Sa­che Kon­takt zum Lan­des­amt für Um­welt und Ar­beits­schutz auf­zu­neh­men, da­mit die Ur­sa­chen

Char­lot­te Britz (r.) in­for­mier­te sich in Kla­ren­thal, wo die Bür­ger der Schuh drückt.

er­forscht und dann Maß­nah­men er­grif­fen wer­den könn­ten. Wei­te­re Pro­ble­me gibt es dort, wo die Pe­ter­stra­ße in die Warndt­stra­ße mün­det. Wie an vie­len Stel­len in der Stadt fah­ren dort vie­le zu schnell. Au­ßer­dem wur­de dort bis­her so ge­parkt, dass die Kreu­zung für an­kom­men­de Au­to­fah­rer schlecht ein­seh­bar war. „Die Ver­wal­tung hat ein neu­es Park-Kon­zept er­ar­bei­tet und Vor­mar­kie­run­gen auf der Stra­ße an­ge­bracht“, er­klär­te Stadt­pres­se­spre­cher Tho­mas Blug. Weil das Par­ken nur noch in­ner­halb die­ser Mar­kie­run­gen er­laubt sein soll­te, soll­te die Maß­nah­me so­wohl den flie­ßen­den Ver­kehr be­ru­hi­gen, als auch den Kreu­zungs­be­reich von par­ken­den Au­tos frei- hal­ten. Vor Ort stell­te sich aber her­aus, dass die An­woh­ner lie­ber die al­te Park­re­ge­lung hät­ten. Ver­kehrs­be­ru­hi­gung soll­ten nach ih­ren Vor­stel­lun­gen ei­ne Que­rungs­hil­fe oder gar ein Fuß­gän­ger­über­weg brin­gen. Über­sicht­li­cher könn­te man den Kreu­zungs­be­reich mit Ver­kehrs­spie­geln gestal­ten.

An­sons­ten war es ein fast schon idyl­li­scher Rund­gang. „Ist das hier schön ge­wor­den“, staun­te die Ver­samm­lung zu Be­ginn des Rund­gangs am Bau­ge­biet Asch­bach­ring. Dort wur­de der Stra­ße­n­end­aus­bau ab­ge­schlos­sen. Ei­ne Stra­ßen­lam­pe wün­schen sich Obst- und Gar­ten­bau­ver­ein und Sport­ver­ein am Kel­ter­haus. Im Schutz der Dun­kel­heit trei­ben jun­ge Leu­te Un­er­laub­tes, wie die Graf­fi­ti am Kel­ter­haus be­le­gen. „Die Lam­pe wür­de der Ver­ein ja an­brin­gen, den Strom will er aber nicht be­zah­len“, be­rich­te­te Be­zirks­bür­ger­meis­ter The­res. Das müss­te die Stadt über­neh­men. Auch beim zur 350-Jahr-Fei­er um­ge­bau­ten Platz in der Dorf­mit­te gab es noch Grund zu Me­ckern. Et­wa am Haupt­weg mit der was­ser­ge­bun­de­nen De­cke, al­so ei­nem Split­be­lag. „Der Split soll­te nicht in den Be­ton ge­lan­gen kön­nen, kann er aber doch“, zeig­te Be­zirks­rats­mit­glied Jür­gen Hett­rich. Als ge­lun­gen da­ge­gen be­zeich­ne­ten die Rund­gän­ger die Um­ge­stal­tung des Kin­der­spiel­plat­zes an der Göt­zstra­ße. Der liegt auch im Hoch­som­mer im Schat­ten, und die Nach­barn kön­nen den Spiel­platz gut ein­se­hen. The­res: „So ist die so­zia­le Kon­trol­le gut ge­ge­ben und der Platz bleibt weit­ge­hend sau­ber und or­dent­lich.“

FO­TO: BE­CKER&BREDEL

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