Star­ker FCH schlägt zwei­mal zu­rück

Fuß­ball-Re­gio­nal­li­ga: Homburg spielt 2:2-Un­ent­schie­den bei Ki­ckers Of­fen­bach

Saarbruecker Zeitung - - SPORT - Von SZ-Mit­ar­bei­ter Ralph Ti­né

Trotz zwei­ma­li­gen Rück­stands hat der FC Homburg am Sams­tag auf dem Bie­be­rer Berg noch ei­nen Punkt er­kämpft. Das 2:2 bei Vor­jah­res-Meis­ter Ki­ckers Of­fen­bach war ver­dient. Bei­de To­re wa­ren Ko­pro­duk­tio­nen der bei­den sel­ben FCH-Spie­ler.

Homburg. Ei­nen Sie­ger gab es nicht beim 2:2 des Fuß­ball-Re­gio­nal­li­gis­ten FC Homburg bei den Ki­ckers Of­fen­bach am Sams­tag. Ge­win­ner gab es auf Hom­bur­ger Sei­te da­ge­gen gleich zwei: Patrick Schmidt und Kai Hes­se. Die ers­te Sturm­rei­he des FCH stell­te vor 3586 Zu­schau­ern im Spar­daBank-Hes­sen-Sta­di­on ein­drucks­voll un­ter Be­weis, dass sie in der Li­ga höchs­ten An­sprü­chen ge­nügt. Zwei­mal hat­te Hes­se auf­ge­legt, zwei­mal hat­te Kol­le­ge Schmidt die Ku­gel im Tor ver­senkt. Nur der Um­stand, dass am En­de trotz­dem kein Hom­bur­ger Sieg stand, trüb­te et­was die Freu­de über den star­ken Auf­tritt des Sturm­du­os. „Na­tür­lich ist man zu­frie­den, wenn man zwei­mal trifft“, sagt Schmidt. Er fügt aber hin­zu: „Lie­ber hät­te ich ei­nen Tref­fer we­ni­ger und hät­te da­für mit der Mann­schaft ge­won­nen.“Ganz ähn­lich klang das bei Hes­se: „Wenn wir 1:0 ge­won­nen hät­ten und ich kei­ne Vor­la­ge ge­ge­ben hät­te, wä­re ich noch zu­frie­de­ner.“

Zwar be­zeich­ne­ten die bei­den An­grei­fer wort­gleich mit ih­rem Trai­ner Jens Kie­fer das Er­geb­nis als „ge­recht“. Doch auch OFC-Trai­ner Ri­co Sch­mitt räum­te ein, dass „Homburg nach dem 2:2 nä­her dran war am Sieg als wir“.

Da­bei hat­te der OFC zwei­mal ge­führt. In der 26. Mi­nu­te er­ziel­te Fa­bi­an Bä­cker mit ei­nem He­ber über FCH-Tor­wart Da­vid Buch­holz das 1:0 für die Gast­ge­ber. Die Ant­wort der Hom­bur­ger dau­er­te aber nur zwei Mi­nu­ten. Da­bei glänz­te Schmidt nicht nur als Voll­stre­cker. Mehr noch be­ein­druck­te er mit sei­ner wild ent­schlos­se­nen Bal­le­r­obe­rung, mit der er in der Nä­he des Mit­tel­krei­ses den An­griffs­zug erst ein­lei­te­te, be­vor er Hes­ses Pass zum 1:1 ab­schloss. „Ich hat­te ge­merkt, dass nach dem 1:0 Of­fen­bach die Ober­hand ge­wann. Da woll­te ich ein Zei­chen set­zen“, kom­men­tiert Schmidt sei­ne Grät­sche im Sti­le ei­nes bein­har­ten Ver­tei­di­gers.

Das Zei­chen wirk­te. Nach­dem der FCH in den ers­ten zehn Mi­nu­ten kaum ein Bein auf den Bo­den be­kom­men hat­te und sich erst da­nach lang­sam ins Spiel fand, wa­ren die Gäs­te nach dem Aus­gleich die do­mi­nie­ren­de Mann­schaft. Bis zur Pau­se wirk­te Of­fen­bach kon­ster­niert.

Nach dem Sei­ten­wech­sel ent­wi­ckel­te sich ein laut Hes­se „of­fe­ner Schlag­ab­tausch“zwi­schen den Mann­schaf­ten. Bis zur 68. Mi­nu­te lie­ßen bei­de ei­ni­ge Chan­cen aus. Dann gab der nicht sehr sou­ve­rän wir­ken­de Schieds­rich­ter Michael Kemp­ter Straf­stoß für den OFC. Tim Ste­ge­rer hat­te sei­nen Ge­gen­spie­ler im Straf­raum be­drängt, die­ser fiel. Klaus Gja­su­la ver­wan­del­te den El­fer si­cher. Bei­de Trai­ner be­zeich­ne­ten die Sze­ne an­schlie­ßend als „Kann- Ent­schei­dung“. In der 80. Mi­nu­te be­dien­te Hes­se sei­nen Kol­le­gen Schmidt er­neut mit ei­ner gu­ten Flan­ke von rechts, die der Schüt­ze per Kopf zum 2:2-End­stand ver­wan­del­te.

„Na­tür­lich wird man als Stür­mer an To­ren ge­mes­sen“, sag­te Hes­se. „Aber ich gön­ne Pad­dy die To­re. Ich den­ke nur, er kann sich lang­sam mal re­van­chie­ren“, füg­te der Ex- Of­fen­ba­cher la­chend hin­zu. Das Fa­zit sei­nes Trai­ners Jens Kie­fer lau­te­te: „Ich bin sehr zu­frie­den mit dem, was die Mann­schaft heu­te hier ab­ge­lie­fert hat. Wenn wir wei­ter die­se Leis­tung brin­gen, wer­den wir un­se­re Punk­te ho­len.“

FO­TO: ANDRE­AS SCHLICHTER

FCH-Stür­mer Patrick Schmidt schoss beim 2:2 in Of­fen­bach bei­de Hom­bur­ger To­re. Hier läuft er OFCSpie­ler Klaus Gja­su­la, der den Foul­elf­me­ter zum 2:1 ver­wan­del­te, da­von.

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