(K)ein De­sas­ter oh­ne Fol­gen

Saarbruecker Zeitung - - THEMEN DES TAGES - Von SZ-Re­dak­teur Pas­cal Be­cher

Das war’s al­so mit Ja­pans Atom-Aus­stieg. Vier Jah­re nach dem Su­per­gau im da­mals schon über­al­ter­ten Kraft­werk Fu­kus­hi­ma wird der ers­te Re­ak­tor wie­der hoch­ge­fah­ren. An­ders war es aber vom kon­ser­va­ti­ven Mi­nis­ter­prä­si­den­ten Shin­zo Abe, ei­nem glü­hen­den Ver­fech­ter des Atom­stroms, auch nicht zu er­war­ten.

Da­mit steht fest: Deutsch­land ist jetzt der ein­zi­ge Staat, der nach Fu­kus­hi­ma ra­di­ka­le Kon­se­quen­zen ge­zo­gen hat. Dass die Ent­schei­dung zum Aus­stieg aus der Ato­m­ern­er­gie auch in der Bun­des­po­li­tik nicht un­um­strit­ten ist, macht be­trof­fen. Tra­gisch ist aber, dass sie kaum Aus­wir­kun­gen auf die Si­cher­heit von Mil­lio­nen Deut­schen ha­ben wird. Das liegt be­son­ders an Frank­reich. Pa­ris hält un­be­irr­bar am Atom fest. Und lässt sei­ne über­al­ter­ten Re­ak­to­ren in Cat­te­nom und Fes­sen­heim am Netz. Durch­aus im Be­wusst­sein, dass ei­ne Atom-Wol­ke nicht vor der Gren­ze zum Saar­land oder zu Ba­den-Würt­tem­berg Halt ma­chen wird. Aber über bil­li­gen Strom geht in Frank­reich schein­bar nichts.

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