Buß­gel­der fürs Falsch­par­ken im EU-Aus­land

Saarbruecker Zeitung - - THEMEN DES TAGES -

Saar­brü­cken. Fal­sches Par­ken im EU-Aus­land kann teu­er wer­den. Be­son­ders kost­spie­lig ist es et­wa in Spa­ni­en ( bis 200 Eu­ro) oder in Un­garn ( bis 165 Eu­ro). In den Nie­der­lan­den sind Falsch­par­ker mit Buß­gel­dern ab 90 Eu­ro da­bei, in Groß­bri­tan­ni­en ab 60 Eu­ro. Auch wenn nach gel­ten­der EU-Richt­li­nie bei Park-Ver­stö­ßen kei­ne Da­ten über das eu­ro­päi­sche Fahr­zeu­gin­for­ma­ti­ons­sys­tem ab­ge­fragt wer­den dür­fen, kann ei­nem deut­schen Fahr­zeug­hal­ter das lei­di­ge Kn­öll­chen aus dem Aus­land ins Haus flat­tern. Nach An­ga­ben des Hom­bur­ger Fach­an­walts für Ver­kehrs­recht, Hans-Jür­gen Geb­hardt, ge­ben auch Zu­las­sungs­stel­len oder das Kraft­fahrt­bun­des­amt in Flens­burg Aus­kunft, wenn „ein be­rech­tig­tes In­ter­es­se“(et­wa ei­nes An­walts) vor­liegt. Bei der Voll­stre­ckung wird es dann schon schwie­ri­ger: Im Ge­gen­satz zu Frank­reich oder Ita­li­en kann in Deutsch­land nicht au­to­ma­tisch der Hal­ter für Ver­kehrs­ver­stö­ße haft­bar ge­macht wer­den, so Geb­hardt. Da­zu muss der Fahr­zeug­füh­rer zum Zeit­punkt der Ord­nungs­wid­rig­keit er­mit­telt wer­den – was bei Park­ver­stö­ßen für Be­hör­den schwie­rig ist. Trotz­dem ent­ge­hen Park­sün­der im EU-Aus­land ih­rer Stra­fe oft nicht so leicht: Ab­schlep­pen oder Park­kral­le sind be­lieb­te Mit­tel, um die Buß­gel­der gleich vor Ort ein­zu­trei­ben. ine

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