Ner­vös und hilf­los

Saarbruecker Zeitung - - POLITIK - Von SZ-Kor­re­spon­dent Ste­fan Vetter

Beim The­ma Eu­ro-Ret­tung hat Vol­ker Kau­der kein glück­li­ches Händ­chen. Schon sei­ne Be­mer­kung, Eu­ro­pa spre­che jetzt Deutsch, sorg­te für viel Ver­druss. Nun treibt sei­ne un­ver­blüm­te Kampf­an­sa­ge ge­gen ab­trün­ni­ge Ab­ge­ord­ne­te den Em­pö­rungs­pe­gel in die Hö­he. Da­bei hät­te es Kau­der bes­ser wis­sen kön­nen. Schon als CDU- Ge­ne­ral­se­kre­tär Pe­ter Tau­ber den Ab­weich­lern bei der Grie­chen­land­Ab­stim­mung Mit­te Ju­li ein „Ge- schäfts­mo­dell“zur Pro­fi­lie­rung auf Kos­ten an­de­rer Ab­ge­ord­ne­ter un­ter­stell­te, war der Är­ger groß. Da­mals üb­ri­gens äu­ßer­te Kau­der noch viel Ver­ständ­nis für die Re­bel­len. Und im­mer­hin 60 Par­la­men­ta­ri­er der Uni­on sag­ten tat­säch­lich „Nein“. Ob Kau­der wirk­lich glaubt, ih­re Zahl durch das Da­mokles­schwert po­li­ti­scher De­gra­die­rung re­du­zie­ren zu kön­nen? Eher ist ei­ne Trotz­re­ak­ti­on zu er­war­ten. Kau­ders Atta­cke zeigt, wie ner­vös, aber auch hilf­los die Uni­ons­obe­ren mitt­ler­wei­le sind, wei­te­re Mil­li­ar­den für Grie­chen­land zu recht­fer­ti­gen.

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