Ge­richt ver­tagt Pro­zess zur Höll-In­sol­venz

Saarbruecker Zeitung - - WIRTSCHAFT -

Saar­brü­cken. Der Straf­pro­zess ge­gen den frü­he­ren Ge­schäfts­füh­rer des Saar­brü­cker Wurst­her­stel­lers Höll wur­de ges­tern nach we­ni­gen Mi­nu­ten auf un­be­stimm­te Zeit ver­tagt. Die An­kla­ge wirft dem 41 Jah­re al­ten Michael T. In­sol­venz­ver­schlep­pung vor. Der frü­he­re Ge­schäfts­füh­rer des Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­mens soll erst im am 20. Sep­tem­ber 2011 In­sol­venz­an­trag ge­stellt ha­ben, ob­wohl Höll be­reits seit An­fang Ju­li 2011 nicht mehr in der La­ge ge­we­sen sei, sei­ne Ver­bind­lich­kei­ten zu er­fül­len. Bei Stel­lung des In­sol­venz­an­tra­ges war nur noch ei­ne Li­qui­di­tät in Hö­he von 2,72 Mil­lio­nen Eu­ro vor­han­den. Im an­schlie­ßen­den In­sol­venz- ver­fah­ren mel­de­ten 1797 Gläu­bi­ger da­ge­gen For­de­run­gen in Hö­he von 24,96 Mil­lio­nen Eu­ro an.

Der An­ge­klag­te Ex- Ge­schäfts­füh­rer des Fa­mi­li­en­un­ter­neh­mens mit ehe­mals 320 Mit­ar­bei­tern in Saar­brü­cken weist den Vor­wurf der In­sol­venz­ver­schlep­pung zu­rück. Er be­ton­te, der In­sol­venz­an­trag sei recht­zei­tig ge­stellt wor­den. Bis da­hin sei Höll nicht in­sol­venz­reif ge­we­sen. Es ha­be je­weils münd­li­che St­un­dungs­ver­ein­ba­run­gen mit den ein­zel­nen Gläu­bi­gern ge­ge­ben. Ob und in­wie­weit die­se An­ga­be stimmt, wird nun von den Fi­nan­zer­mitt­lern ge­klärt. Das Straf­ver­fah­ren wur­de des­halb bis auf Wei­te­res aus­ge­setzt. wi

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