Ein Mann mit vie­len Ge­sich­tern

Darstel­ler Gar­ret Dil­la­h­unt ist im­mer für Über­ra­schun­gen und per­fek­te Un­ter­hal­tung gut

Saarbruecker Zeitung - - FERNSEHEN -

Der ge­bür­ti­ge Ka­li­for­ni­er wird ger­ne in Wes­tern und ähn­li­chen Pro­duk­tio­nen be­setzt. Doch er ver­sucht, so un­ter­schied­li­che Rol­len wie mög­lich zu spie­len. Heu­te ist er in dem deut­schen Film „Hous­ton“zu se­hen

Los An­ge­les. Gar­ret Dil­la­h­unt ist ei­nes die­ser Schau­spiel-Cha­mä­le­ons, die so sehr mit ih­rer Fi­gur zu ver­schmel­zen wis­sen, dass man den ech­ten Men­schen da­hin­ter gar nicht mehr wahr­nimmt. So konn­te es auch pas­sie­ren, dass er in der Wes­ternSe­rie „De­ad­wood“gleich zwei Rol­len über­nahm, oh­ne dass es vie­len Zu­schau­ern auf­fiel. Zu­nächst war das der his­to­ri­sche Cha­rak­ter Jack McCalls, der schon bald zum Mör­der der Wes­tern-Le­gen­de Wild Bill Hickok wird und selbst das Zeit­li­che seg­net. Of­fen­bar war Da­vid Milch, der Kopf der Rei­he, aber so über­zeugt von Dil­la­h­unt, dass er ihn we­nig spä­ter er­neut be­setz­te, dies­mal als fik­ti­ven, psy­cho­pa­thi­schen Pro­sti­tu­ier­ten­mör­der.

Nach sei­nem Jour­na­lis­musund Schau­spiel­stu­di­um ar­bei­te­te der 50-Jäh­ri­ge zu­nächst jah­re­lang am Thea­ter, zum Fern­se­hen kam er erst re­la­tiv spät. Be­vor er mit „De­ad­wood“2004 sei­nen Durch­bruch fei­er­te, hat er vor al­lem Gast­auf­trit­te ge­habt, un­ter an­de­rem in „Ak­te X“und „Emer­gen­cy Room“. Ei- Der Schau­spie­ler Gar­ret Dil­la­h­unt zieht auch in dem deut­schen Film „Hous­ton“al­le Re­gis­ter sei­nes Kön­nens – Haupt­dar­stel­ler Ul­rich Tu­kur soll­te sich bes­ser warm an­zie­hen.

ne ers­te Se­ri­en-Haupt­rol­le da­ge­gen hat­te er in „Ter­mi­na­tor: The Sa­rah Con­nor Chronicles“von 2007 bis 2009.

„Es ist mei­ne Phi­lo­so­phie als Schau­spie­ler, ei­ne gro­ße Pa­let­te an Cha­rak­te­ren zu ver­kör­pern. Ich ver­su­che, mei­ne Rol­len von Pro­jekt zu Pro­jekt so sehr zu va­ri­ie­ren wie mög­lich.“Den ir­ren Bö­se­wicht nimmt man Dil­la­h­unt eben­so ab wie den Lo­ser mit Herz. Als sol­cher legt er in der schwarz­hu­mo­ri­gen Comedyserie „Rai­sing Ho­pe“gran­dio­se Auf­trit­te als Fa­mi­li­en­ober-

haupt ei­ner Ar­bei­ter­fa­mi­lie hin. 2010 wur­de die Rei­he nach vier Staf­feln ein­ge­stellt. 2015 war Dil­la­h­unt zu­letzt in der USSe­rie „Ju­s­ti­fied“zu se­hen.

Der ers­te gro­ße Ki­no­film, an dem Dil­la­h­unt mit­wirk­te, war 2007 „Die Er­mor­dung des Jes­se Ja­mes durch den Feig­ling Ro­bert Ford“mit Brad Pitt. Es folg­ten Auf­trit­te in den groß­ar­ti­gen Dra­men „No Coun­try For Old Men“und „Win­ter’s Bo­ne“so­wie in „Lo­oper“und „12 Ye­ars a Sla­ve“. Auch in der deut­schen Pro­duk­ti­on „Hous­ton“ist er ne-

ben Ul­rich Tu­kur in ei­ner – grö­ße­ren – Ne­ben­rol­le mit von der Par­tie.

Im Herbst wird Dil­la­h­unt, der mit sei­ner Kol­le­gin Mi­chel­le Hurd ver­hei­ra­tet ist, in der Se­rie „Hand of God“auf Ama­zon Pri­me zu se­hen sein. Zu­dem ist er in der vier­ten Staf­fel von „The Min­dy Pro­ject“da­bei. Auch meh­re­re Fil­me be­fin­den sich in der Vor­be­rei­tung oder be­reits in der Pro­duk­ti­on, u. a. „Co­me And Fin­dMe“mit Aa­ron Paul.

FO­TO: ARD

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