Hom­burgs OB und Land­rat weh­ren sich ge­gen „an­ony­men Ruf­mord“

Auch Un­ter­neh­mer und Gas­tro­no­men wur­den dar­in be­schul­digt – Po­li­zei schnapp­te ges­tern ei­nen Mann beim Ver­tei­len der Schrift­stü­cke

Saarbruecker Zeitung - - LANDESPOLITIK / REGION -

Zwi­schen ih­nen soll ein Ma­fi­aNetz­werk be­ste­hen: Mit die­sem an­ony­men Vor­wurf sind Hom­burgs OB Rü­di­ger Schnei­de­wind, Land­rat Theo­phil Gal­lo so­wie Un­ter­neh­mer und Gas­tro­no­men aus der Stadt kon­fron­tiert wor­den.

Homburg. Der Land­rat des Saar­pfalz-Krei­ses, Theo­phil Gal­lo, und Hom­burgs Ober­bür­ger­meis­ter Rü­di­ger Schnei­de­wind ( bei­de SPD) ha­ben ges­tern klar Po­si­ti­on be­zo­gen ge­gen Vor­wür­fe, die in an­onym ver­teil­ten Blät­tern ge­äu- ßert wur­den. Auf vier Sei­ten wa­ren un­ter dem Ti­tel „Hom­bur­ger Ma­fia-Netz­werk“Schwarz-wei­ßFo­tos von Po­li­ti­kern so­wie von ver­schie­de­nen Un­ter­neh­mern und Gas­tro­no­men aus der Stadt ver­öf­fent­lich wor­den. Gal­lo sprach von „an­ony­mem Ruf­mord“. Ver­teilt wor­den sei­en die­se „Schmäh­schrif­ten“am Frei­tag und am Mon­tag in der In­nen­stadt. Er wis­se von acht Ge­schäf­ten, ei­ner Kanz­lei und zwei Pri­vat­haus­hal­ten, die die­se er­hal­ten hät­ten, sag­te Schnei­de­wind. „Es gibt aber wohl noch mehr.“Die vier ko­pier­ten Blät­ter sei­en am Frei­tag­mor­gen auch bei ihm im Bü­ro ab­ge­ge­ben wor­den, er­gänz­te Gal­lo. Er sei je­doch nicht da ge­we­sen. Da­mit zei­ge der­je­ni­ge, der die Blät­ter ver­tei­le, auch „ich kom­me Dir na­he“, be­ton­te er. Der Land­rat und er hät­ten Straf­an­zei­ge er­stat­tet, R. Schnei­de­wind mach­te Schnei­de­wind deut­lich. Es ge­be mitt­ler­wei­le von Sei­ten der Po­li­zei ei­nen Be­schul­dig­ten, er sei am Mon­tag beim er­neu­ten Ver­tei­len der Blät­ter auf fri­scher Tat er­tappt wor­den. Hier­bei han­de­le es sich um ei­nen 39-jäh­ri­gen, ar­beits­lo­sen Mann aus Homburg, der in Rhein­lan­dP­falz ge­bo­ren wur­de, teil­te die Po­li­zei in Homburg ges­tern mit. Der Tä­ter sei be­reits po­li­zei­lich in Er­schei­nung ge­tre­ten. Wei­te­re Schrift­stü­cke, die der Mann bei sich hat­te, sei­en si­cher­ge­stellt wor­den. Die Er­mitt­lun­gen und Fol­ge­maß­nah­men ge­gen den Be­schul­dig­ten dau­er­ten wei­ter an. Der In­halt des Schrift­stü­ckes in Ver­bin­dung mit den ab­ge­bil­de­ten Per­so­nen er­fül­le den An­fangs­ver­dacht des Straf­tat­be­stan­des der üb­len Nach­re­de und Ver­leum­dung ge­gen Per­so­nen des po­li­ti­schen Le­bens. ust

Theo­phil Gal­lo

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