So le­cker wie frü­her !

Do­mi­nik Heil macht sein Hob­by zum Be­ruf: Er hat Hen­ry’s Eis­ma­nu­fak­tur ge­grün­det – Ab 2016 am St. Jo­han­ner Markt

Saarbruecker Zeitung - - ESSEN & TRINKEN - Von Tho­mas Rein­hardt

Der­zeit könn­te er rund um die Uhr ar­bei­ten. Mor­gens pro­du­zie­ren, mit­tags und nach­mit­tags ver­kau­fen, am Abend wie­der ei­ne neue La­dung vor­be­rei­ten. „Vor­letz­te Wo­che wa­ren es sa­gen­haf­te 480 Ki­lo­gramm“, sagt Do­mi­nik Heil, des­sen Pro­duk­te heiß be­gehrt sind. Kein Wun­der bei die­sem Som­mer und den Tem­pe­ra­tu­ren in den letz­ten Wo­chen, denn Heil (34) stellt Eis her.

„Ich bin ein Eis­fan oh­ne En­de“, sagt der ge­bür­ti­ge Pir­ma­sen­ser, der gera­de da­bei ist, sein Hob­by zum Be­ruf zu ma­chen. „Ich ha­be mir über­legt, dass es doch mög­lich sein müss­te, Eis her­zu­stel­len, das so schmeckt wie in mei­ner Kind­heit.“Al­so nicht über­mä­ßig süß und nicht mit künst­li­chen Zu­satz­stof­fen und viel Luft auf­ge­bla­sen, wie beim meis­ten in­dus­tri­ell her­ge­stell­ten Eis. Al­so bil­de­tet sich Heil mit Hil­fe di­ver­ser Prak­ti­ka fort und stellt jetzt Eis her, wie er es aus sei­ner Kind­heit kennt, oh­ne künst­li­che Bin­de­mit­tel, In­halts- und Zu­satz­stof­fe. Und oh­ne Farb­stof­fe. Die Kun­den sind be­geis­tert: „Bei Ih­nen schmeckt das Eis so wie frü­her“, be­kom­me er von den Leu­ten zu hö­ren, zu­letzt auch auf dem Street­food Fes­ti­val in Saar­brü­cken. Und auch uns hat er mit ei­ni­gen Kost­pro­ben voll über­zeugt.

Heil hat gut 100 000 Eu­ro in­ves­tiert und setzt be­din­gungs­los auf Qua­li­tät. Sei­ne Mol­ke­rei­pro­duk­te (Milch, Quark, Sah­ne, Yo­ghurt) kom­men aus der Bio-Blies­gau-Mol­ke­rei in Om­mers­heim. Er ver­wen­det nur rei­fes, ge­sun­des Obst. „Die Früch­te kau­fe ich so weit es geht re­gio­nal.“Die Erd­bee­ren wer­den ge­wa­schen, ge­putzt und ent­we­der frisch ver­wen­det oder ein­ge­fro­ren, Kir­schen wer­den ent­steint, Rha­bar­ber wird ge­wa­schen, ge­putzt, blan­chiert und dann wei­ter­ver­wen­det. „Eis­ma­chen ist ein Kno­chen­job“, sagt der West­pfäl­zer, der in­zwi­schen in Saar­brü­cken pro­du­ziert und vor­aus­sicht­lich im März 2016 am St. Jo­han­ner Markt zu fin­den sein wird. Noch ist der Be­sit­zer von Hen­ry’s Eis­ma­nu­fak­tur Ein­zel­kämp­fer. Be­sorgt die Zu­ta­ten, stellt sein Eis her, ver­kauft es mit sei­nem Au­to, ei­nem VW-Bus, und lie­fert es zu ei­ner Hand­voll Gas­tro­no­men. Der­zeit be­lie­fert er: Gast­haus Zahm in Saar­brü­cken, Frisch­bier’s in Schmelz, Warndt Per­le in Völk­lin­gen, Hu­ber­tus­hof und An­nahof in Blies­kas­tel- Nie­der­würz­bach und zwei Ca­fés in Blies­kas­tel.

Und wer ist Hen­ry? „Das Hier ent­steht le­cke­res Passionsfrucht-Eis. Und hier wird das fri­sche Ho­nig­me­lo­nen-Eis pro­biert. ist mein Hund“, er­klärt der ge­lern­te Groß­han­dels­kauf­mann, der im Be­reich Pro­dukt­pla­nung ge­ar­bei­tet hat. Heil ist auf den Hund ge­kom­men, denn Hen­rys Kon­ter­fei hat er zu sei­nem Mar­ken­zei­chen aus­er­ko­ren. Der Ver­trau­en er­we­cken­de Vier­bei­ner leckt sich an­ge­sichts der drei Bäll­chen in der Waf­fel vol­ler Vor­freu­de über die Schnau­ze.

Bis En­de Au­gust kann man die Eis­spe­zia­li­tä­ten im Fri­del-Markt in der Saar­brü­cker Hal­berg­stra­ße pro­bie­ren. Dort ver­kau­fen die bei­den Stu­den­ten Char­lot­te und Las­se an ei­nem klei­nen Stand im Ein­gangs­be­reich von Mon­tag bis Sonn­tag, 1218 Uhr, je­weils fünf bis sechs Sor­ten. An Heils Eis­au­to kann man un­ter rund ei­nem Dut­zend Sor­ten wäh­len, ins­ge­samt ver­fügt er über 40 Re­zep­tu­ren. Ganz wich­tig für ihn: „Al­le Frucht­eis­sor­ten sind ve­gan und lak­to­se­frei. Und un­ser Scho­ko­la­de ist ein Sor­bet, das ist eben­falls lak­to­se­frei. Das kommt bei den Leu­ten ex­trem gut an.“Wer mehr über den Eis­mann wis­sen möch­te, fin­det ihn auch auf Face­book.

>> Tel. (06 81) 96 81 65 55 In­ter­net: www.hen­rys­e­is­ma­nu­fak­tur.de An­rei­se ge­schenkt Ori­gi­nel­le Idee: Die Trat­to­ria del Pos­til­lio­ne in St. Ing­bert macht ih­ren Gäs­ten bis zum 15. Sep­tem­ber ein reiz­vol­les An­ge­bot. Wer mit dem Zug zur Trat­to­ria kommt, die nur zwei Geh­mi­nu­ten vom Bahn­hof ent­fernt liegt, be­kommt die An­rei­se ge­schenkt. Und kann im idyl­li­schen Som­mer­gar­ten oder im Re­stau­rant un­be­schwert ein oder zwei Gläs­chen Wein trin­ken, oh­ne sich Ge­dan­ken um den Füh­rer­schein zu ma­chen. So­wie die Kü­che von Gi­u­sep­pe Camma­ro­to und sei­nem Team ge­nie­ßen, haus­ge­mach­te Pas­ta, Sal­tim­boc­ca, Kalbs­ra­gout, ge­füll­te Au­ber­gi­nen, fri­schen Fisch und vie­les mehr. Die Hin- und Rück­fahrt 2. Klas­se mit der Re­gio­nal­bahn wird er­stat­tet.

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