Kei­ne Ver­un­treu­ung von Steu­er­gel­dern

Saarbruecker Zeitung - - STANDPUNKT -

Zum Ar­ti­kel „Karls­ru­he kippt um­strit­te­nes Be­treu­ungs­geld“(SZ-Aus­ga­be vom 22. Ju­li)

Das Be­treu­ungs­geld wur­de vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in Karls­ru­he für ver­fas­sungs­wid­rig ent­schie­den. So­mit sind Zah­lun­gen mit die­sem Ver­wen­dungs­zweck un­ge­setz­lich. Ich fra­ge mich, wel­ches Rechts­ver­ständ­nis Fa­mi­li­en­mi­nis­te­rin Manuela Schwe­sig hat, um die Zah­lun­gen wei­ter zu ge­wäh­ren. Of­fen­sicht­lich be­steht bei ihr doch ein ge­wis­ses De­fi­zit an ju­ris­ti­schem Ver­ständ­nis. Oder soll­te ih­re Ein­stel­lung, das Vor­ha­ben nicht auf­zu­ge­ben, doch nur wie­der do­ku­men­tie­ren, was man mitt­ler­wei­le bei vie­len Po­li­ti­ke­rin­nen und Po­li­ti­kern fest­stel­len muss: Es gibt Ge­set­ze, die für die All­ge­mein­heit gel­ten, und ei­ne ei­ge­ne Ver­si­on für die Po­li­ti­ker-Kas­te. Viel­leicht gibt es mal den ein oder an­de­ren Ju­ris­ten un­ter uns, der die Bun­des­fa­mi­li­en­mi­nis­te­rin in Berlin we­gen der Ver­un­treu­ung von Steu­er­gel­dern an­zeigt. Ralf Alt­mei­er, Rehlin­gen-Siers­burg

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