Ge­schä­dig­ter muss St­ein­schlag durch Lkw be­wei­sen kön­nen

Saarbruecker Zeitung - - MOTOR -

Co­burg. (np) Ein Au­to­fah­rer war auf ei­ner Land­stra­ße hin­ter ei­nem Last­wa­gen ge­fah­ren, der mit Kies be­la­den war. Der Pkw-Fah­rer be­haup­te­te spä­ter, von der La­de­flä­che des Lkw sei­en St­ei­ne und Split­ter auf die Front­par­tie und das Dach sei­nes Au­tos ge­fal­len und hät­ten es be­schä­digt. Er ver­lang­te Scha­den­er­satz vom Lkw-Be­sit­zer in Hö­he von ins­ge­samt knapp 7000 Eu­ro. Ein pri­va­ter Sach­ver­stän­di­ger, den der Au­to­fah­rer be­auf­tragt hat­te, hat­te an dem Fahr­zeug ver­schie­de­ne äl­te­re St­ein­schlag­schä­den, aber auch fri­sche Schä­den fest­ge­stellt.

Die Kla­ge des Pkw-Fah­rers blieb je­doch oh­ne Er­folg, be­rich­ten die deut­schen Ver­kehrs­rechts­an­wäl­te. Das Land­ge­richt Co­burg ver­nahm meh­re­re Zeu­gen, un­ter an­de­rem den pri­va­ten Sach­ver­stän­di­gen, des­sen Gut­ach­ten es zu­dem von ei­nem ge­richt­li­chen Sach­ver­stän­di­gen über­prü­fen ließ. Da­bei stell­te sich her­aus, dass ver­schie­de­ne der Be­schä­di­gun­gen nicht von St­ein­schlä­gen her­rühr­ten, son­dern an­de­re Ur­sa­chen hat­ten.

Das Ge­richt hat­te auch Zwei­fel an den Be­haup­tun­gen des Klä­gers, weil der pri­va­te Sach­ver­stän­di­ge den Pkw erst 14 Ta­ge nach dem Vor­fall be­sich­tigt hat­te. Bei­de Sach­ver­stän­di­ge hat­ten je­doch be­stä­tigt, dass schon nach Ablauf die­ser zwei Wo­chen das Al­ter ei­nes St­ein­schla­ges kaum noch zu be­stim­men sei.

Da der Au­to­fah­rer al­so nicht be­wei­sen konn­te, dass die Schä­den von dem Kies­las­ter her­rühr­ten, wies das Ge­richt sei­ne Kla­ge auf Scha­den­er­satz ab. Der Mann ging leer aus (Az.: 22 O 306/13).

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