Fa­vo­ri­ten star­ten stark in die Sai­son

Dort­mund über­rollt im Bo­rus­sia-Du­ell Glad­bach mit 4:0 – Mk­hi­ta­ryan über­ra­gend

Saarbruecker Zeitung - - ERSTE SEITE - Von Gün­ter Bork und Oli­ver Mu­cha (sid)

In der Fuß­ball-Bun­des­li­ga ha­ben am ers­ten Spiel­tag Meis­ter Bay­ern München (5:0) und Bo­rus­sia Dort­mund (4:0) deut­li­che Sie­ge ge­fei­ert.

Bes­ser hät­te die Bun­des­li­ga­Pre­mie­re von Tho­mas Tu­chel bei Bo­rus­sia Dort­mund nicht lau­fen kön­nen. Das 4:0 ge­gen Bo­rus­sia Mön­chen­glad­bach mach­te den Fans Ap­pe­tit auf die neue Sai­son.

Dort­mund. Vol­ler De­mut ge­noss Tho­mas Tu­chel die „un­fass­ba­re Gän­se­haut-At­mo­sphä­re“und die be­geis­tern­de Fuß­ball-De­mons­tra­ti­on sei­ner neu­en Mann­schaft. Als kön­ne er nicht be­grei­fen, was er bei sei­nem Bun­des­li­ga-De­büt bei Bo­rus­sia Dort­mund er­lebt, stand er mit ei­nem Dau­er­G­rin­sen am Spiel­feld­rand. „Das war so nicht vor­her­seh­bar, ei­ne Vor­stel­lung, die man sich fast nicht zu wün­schen traut“, schwärm­te Tu­chel. Die eu­pho­ri­schen Fans fei­er­ten die Wie­der­ge­burt des BVB noch lan­ge nach dem 4:0 (3:0) über Bo­rus­sia Mön­chen­glad­bach. Der­weil ab­sol­vier­te Tu­chel sei­nen In­ter­view-Ma­ra­thon und such­te nach Su­per­la­ti­ven. „Es war schön zu se­hen, mit wel­cher Aus­strah­lung, Be­geis­te­rung und Mut wir ge­gen ei­nen star­ken und kom­pli­zier­ten Geg­ner ge­spielt ha­ben“, mein­te Tu­chel.

Vier Pflicht­spie­le, vier Sie­ge, 12:0 To­re: So lau­tet Tu­chels ein­drucks­vol­le Bi­lanz beim BVB. Ver­ges­sen schien bei den Fans der Frust der ver­gan­ge­nen Sai­son mit dem zwi­schen­zeit­li­chen Sturz ans Ta­bel­len­en­de. Tu­chel scheint den Bo­rus­sen in den sechs Wo­chen sei­ner Amts­zeit die Freu­de und Lust ver­mit­telt zu ha­ben, die un­ter Vor­gän­ger Jür­gen Klopp ver­lo­ren ge­gan­gen war.

Dis­zi­pli­niert und zu­gleich va­ria­bel und krea­tiv ho­ben die Schwarz- Gel­ben die Glad­ba­cher De­fen­si­ve, in der letz­ten Sai­son Ga­rant für die gran­dio­se Rück­run­de und den Sprung in die Cham­pi­ons Le­ague, nach al­len Re­geln der Kunst aus den An­geln. Als Pa­ra­de-Bei­spiel steht Hen­rikh Mk­hi­ta­ryan, der an sei­ne star­ken Vor­stel­lun­gen in den Test­spie­len und der Qua­li­fi­ka­ti­on für die Eu­ro­pa Le­ague an­knüpf­te und mit zwei Tref­fern (33. und 50.) das De­ba­kel für Glad­bach per­fekt mach­te. Zu­vor hat­ten Mar­co Reus (15.) und Pierre-Eme­rick Auba­meyang (21.) die Par­ty er­öff­net. Sechs To­re ste­hen für Mk­hi­ta­ryan in den bis­he­ri­gen Pflicht­spie­len in der Sta­tis­tik – mehr als nach der ge­sam­ten ver­gan­ge­nen Sai­son.

Die BVB-Pro­fis selbst wis­sen die neue Eu­pho­rie ein­zu­ord­nen. „Letz­tes Jahr war die Welt sechs Wo­chen lang in Ord­nung. Wir hat­ten nach drei Spie­len sechs Punk­te, und dann ist Un­er­klär­ba­res pas­siert. Uns jetzt in den Him­mel zu lo­ben, da­für ist es noch zu früh“, mein­te Ka­pi­tän Mats Hum­mels. „Das war ein gu­tes Spiel, mehr nicht.“

Die Glad­ba­cher wa­ren nach der def­ti­gen Pa­ckung ent­spre­chend be­dient. „Das war ein Klas­sen­un­ter­schied in al­len Be­lan­gen. Wir ha­ben ängst­lich ge­spielt, wa­ren nicht auf dem Platz. Das war ei­ne Lehr­stun­de für uns“, sag­te Tor­hü­ter Yann Som­mer. Er­satz-Ka­pi­tän To­ny Jantsch­ke mein­te: „In Dort­mund kann man ver­lie­ren. Aber die Art und Wei­se war sehr be­schei­den.“Mit­spie­ler und Ver­ant­wort­li­che be­ton­ten aus­drück­lich, dass die Schuld nicht bei den jun­gen Andre­as Chris­ten­sen (19) und Mar­vin Schulz (20) in der In­nen­ver­tei­di­gung zu su­chen sei. „Sich auf die bei­den Jungs ein­zu­schie­ßen, ist ab­so­lu­ter Quatsch“, sag­te Jantsch­ke, der wie Gra­nit Xha­ka, Neu­zu­gang Lars St­indl oder Os­car Wendt völ­lig ne­ben der Spur lief.

FO­TO: THIS­SEN/DPA

BVB-Stür­mer Pierre-Eme­rick Auba­meyang fei­ert mit dem Tor­schüt­zen Hen­rikh Mk­hi­ta­ryan des­sen Tref­fer zum 4:0. Mk­hi­ta­ryan blüht un­ter Trai­ner Tho­mas Tu­chel sicht­lich auf.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.