„Auf Sah­ne soll­te man am bes­ten ganz ver­zich­ten“

Le­bens­mit­tel­kon­trol­leur über man­geln­de Hy­gie­ne bei Ver­eins­fes­ten: Ist der Ku­chen oder der Sa­lat ver­dor­ben, haf­tet im­mer der Vor­stand

Saarbruecker Zeitung - - LOKAL SPEZIAL -

Über „Fei­ern oh­ne Fol­gen – Hy­gie­ni­sche An­for­de­run­gen bei Ver­eins-, Dorf- und Stra­ßen­fes­ten“spricht Vol­ker Franz öf­ter bei In­fo­aben­den. Er ist Sach­ge­biets­lei­ter für Le­bens­mit­tel­über­wa­chung der Re­gio­nal­stel­le West, die zu­stän­dig ist für die Land­krei­se Saar­lou­is und Mer­zig. Im In­ter­view er­klärt er SZ-Re­dak­teu­rin Ni­co­le Bas­tong, wel­che Er­fah­run­gen er als Kon­trol­leur ge­macht hat, wor­auf Ver­ei­ne ach­ten müs­sen und was die neue Le­bens­mit­tel­kenn­zeich­nungs­pflicht für sie be­deu­tet.

Herr Franz, das The­ma Hy­gie­ne bei Le­bens­mit­teln be­trifft je­den Ver­ein bei sei­nen Ver­an­stal­tun­gen. Bei Ku­chen- oder Sa­lat­bü­fetts sind oft vie­le Hän­de am Werk. Wer ist ver­ant­wort­lich, wenn et­was schief­geht? Vol­ker Franz: Zu­nächst ein­mal wur­den uns als Le­bens­mit­tel­über­wa­chung in die­sem und im ver­gan­ge­nen Jahr kei­ne Scha­dens­fäl­le an­ge­zeigt. Aber, dar­an soll­te man im­mer den­ken: Die Ver­eins­vor­sit­zen­den sind mit­ver­ant­wort­lich, wenn es zu Er­kran­kun­gen durch man­geln­de Hy­gie­ne oder ver­dor­be­nes Es­sen kommt. Da dro­hen zum Teil ho­he Geld­stra­fen, denn ei­ne Schä­di­gung gilt als Kör­per­ver­let­zung.

FO­TO: DPA/ULI DECK

Mit Lie­be ge­ba­cken, aber auf der Ku­chen­the­ke oh­ne Küh­lung ta­bu: Auf Sah­ne soll­ten Ver­ei­ne bes­ser ver­zich­ten, rät die Le­bens­mit­tel­über­wa­chung. Üb­ri­gens: Mit den blo­ßen Hän­den soll­te man die gu­ten Stü­cke eben­falls nicht an­fas­sen, wenn sie für den Ver­kauf be­stimmt sind.

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