Ar­can­dor-Ma­na­ger blei­ben im Fo­kus der Jus­tiz

Saarbruecker Zeitung - - WIRTSCHAFT -

Bochum. Auch sechs Jah­re nach der Ar­can­dor-Plei­te dau­ern die Er­mitt­lun­gen der Staats­an­walt­schaft Bochum ge­gen ehe­ma­li­ge Vor­stän­de und Auf­sichts­rats­mit­glie­der des Han­dels­kon­zerns an. Ein Jus­tiz­spre­cher sag­te ges­tern, er­mit­telt wer­de we­gen des Ver­dachts der Un­treue be­zie­hungs­wei­se der Bei­hil­fe da­zu. Im Mit­tel­punkt stün­den um­strit­te­ne Son­der­zah­lun­gen, die im Jahr 2008 – al­so noch re­la­tiv kurz vor der Plei­te – an aus­schei­den­de Vor­stands­mit­glie­der ge­flos­sen sei­en. Zur Zahl der be­trof­fe­nen Ma­na­ger und der Hö­he der Ab­fin­dun­gen mach­te der Spre­cher kei­ne An­ga­ben.

Das „Ma­na­ger Ma­ga­zin“hat­te zu­vor be­rich­tet, dass ins­ge­samt 16 ehe­ma­li­gen Auf­sichts­rä­ten und Vor­stän­den des Kon­zerns, zu dem da­mals ne­ben Kar­stadt auch der Qu­el­le-Ver­sand und der Rei­se­ver­an­stal­ter Tho­mas Cook ge­hör­ten, ei­ne An­kla­ge dro­he. Es ge­he um Bo­nus­zah­lun­gen und Ab­fin­dun­gen in Hö­he von mehr als 13 Mil­lio­nen Eu­ro, die nach Auf­fas­sung der Staats­an­walt­schaft an­ge­sichts der seit 2004 dro­hen­den In­sol­venz un­ge­recht­fer­tigt ge­we­sen sei­en. Die Be­trof­fe­nen be­strei­ten die Vor­wür­fe, wie das Ma­ga­zin schrieb. dpa

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