Ho­he Zie­le, aber schwe­re Auf­ga­ben

Tisch­ten­nis: Der 1. FC Saar­brü­cken star­tet an die­sem Wo­che­n­en­de in die Sai­son – Heu­te Cham­pi­ons Le­ague

Saarbruecker Zeitung - - SPORT - Von SZ-Mit­ar­bei­ter Da­ni­el Kon­rad

Mit dem sel­ben Auf­ge­bot wie in der ver­gan­ge­nen Sai­son geht der 1. FC Saar­brü­cken an die­sem Wo­che­n­en­de an die Tisch­ten­nis­plat­te – erst heu­te in der Cham­pi­ons Le­ague, dann am Sonn­tag in der Bun­des­li­ga.

Saar­brü­cken. Noch ist es ru­hig in der Joa­chim-Deck­arm-Hal­le. Doch nicht mehr lan­ge. Die Tisch­ten­nis-As­se vom 1. FC Saar­brü­cken star­ten am heu­ti­gen Frei­tag um 18 Uhr mit dem ers­ten Cham­pi­ons-Le­ague-Auf­tritt ge­gen den fran­zö­si­schen Klub VS An­gers in die neue Sai­son. Zwei Ta­ge spä­ter folgt um 15 Uhr der Bun­des­li­ga-Auf­takt ge­gen Auf­stei­ger ASV Grün­wet­ters­bach. Das Auf­ge­bot ist iden­tisch, al­ler­dings ist die Un­ter­stüt­zung von un­ten für Tia­go Apo­lo­nia, Bo­jan To­kic und Adri­en Mat­tenet in die­sem Jahr grö­ßer. Grund da­für ist der Auf­stieg der zwei­ten Mann­schaft in die ein­glei­si­ge 2. Bun­des­li­ga.

Trotz­dem wird es vor al­lem auf die drei Top-Spie­ler an­kom­men, um die ho­hen Zie­le zu er­rei­chen. Pres­se­spre­cher Ni­co­las Bar­rois sieht den FCS aber wei­ter­hin auf ei­nem gu­ten Weg: „Die ver­gan­ge­ne Sai­son war sehr zu­frie­den­stel­lend. Es wur­den al­le Zie­le er­reicht. Das wol­len wir die­ses Jahr wie­der schaf­fen.“Die­se sei­en wie in der vor­he­ri­gen Spiel­zeit der Vier­tel­fi­nal-Ein­zug in der Cham­pi­ons Le­ague und dem Po­kal so­wie das Er­rei­chen der Play­offs in der Bun­des­li­ga – al­so Platz vier in der re­gu­lä­ren Sai­son.

Ein­fa­cher wird das aber nicht, weiß Bar­rois: „Die Li­ga wird noch aus­ge­gli­che­ner, und in der Cham­pi­ons Le­ague ha­ben wir ei­ne rich­tig schwe­re Grup­pe er­wischt.“Ne­ben An­gers tref­fen die Blau­Schwar­zen dort auf Wal­ter Wels aus Ös­ter­reich und den Ti­tel­ver­tei­di­ger Fa­kel Gaz­prom Oren­burg aus Russ­land mit Welt­klas­se­spie­lern wie Vla­di­mir Sam­so­nov ( Weiß­russ­land) und Na­tio­nal­spie­ler Di­mi­trij Ovt­cha­rov.

Dass die Saar­brü­cker auch gro­ße Geg­ner schla­gen kön­nen, ha­ben sie schon des Öf­te­ren be­wie- sen. Zu­letzt im Halb­fi­nal-Hin­spiel der Bun­des­li­ga-Play­offs. Ge­gen Re­kord­meis­ter Bo­rus­sia Düsseldorf um den Na­tio­nal­spie­ler und ehe­ma­li­gen Welt­rang­lis­ten­ers­ten Timo Boll ge­wann der Au­ßen­sei­ter in hei­mi­scher Hal­le mit 3:0. Auch wenn der FCS im Rück­spiel eben­falls 0:3 ver­lor

Der Por­tu­gie­se Tia­go Apo­lo­nia führt auch in die­ser Sai­son das Auf­ge­bot des Tisch­ten­nis-Bun­des­li­gis­ten 1. FC Saar­brü­cken an.

und we­gen des schlech­te­ren Satz­ver­hält­nis­ses aus­schied, hielt sich die Ent­täu­schung der Ver­ant­wort­li­chen in Gren­zen. „Na­tür­lich wa­ren die Spie­ler und Fans ent­täuscht, aber schon am nächs­ten Mor­gen über­wog der Stolz auf das Ge­leis­te­te. So­was pas­siert im Tisch­ten­nis schon mal“, be­rich­tet Bar­rois.

Wäh­rend vie­le Mann­schaf­ten aus der Bun­des­li­ga auf ei­nen Top­Spie­ler und da­hin­ter et­was schwä­che­re Spie­ler set­zen, bleibt Saar­brü­cken sei­ner Li­nie treu und setzt auf Aus­ge­gli­chen­heit. „Tia­go Apo­lo­nia ist bei uns zwar zum Top-Spie­ler ge­reift, trotz­dem ist un­se­re Mann­schaft aus­ge­gli­che­ner als die meis­ten Geg­ner“, er­klärt Bar­rois die ei­ge­ne Stär­ke. Die­se Stär­ke soll von Be­ginn an zum Er­folg füh­ren. Soll­te das klap­pen, wird es in der Joa­chim-Deck­arm-Hal­le in den kom­men­den Mo­na­ten eher laut als ru­hig.

FO­TO: LOPEZ/DPA

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