Kli­ma­wan­del macht Bier teu­rer

Stu­die der Grü­nen be­fasst sich mit re­gio­na­len Fol­gen der Ve­rän­de­rung des Wet­ters

Saarbruecker Zeitung - - PANORAMA - Von SZ-Kor­re­spon­dent Wer­ner Kol­hoff

Die baye­ri­sche Hop­fen­an­bau­re­gi­on ist im Jahr 2050 ei­ner der Brenn­punk­te des Kli­ma­wan­dels. Und in den Al­pen liegt kein Schnee mehr. Zu die­sen Er­geb­nis­sen kommt ei­ne Stu­die der Grü­nen.

Berlin. Was pas­siert kon­kret wo in Deutsch­land, wenn der Kli­ma­wan­del kommt? Die Grü­nen ha­ben da­zu jetzt ei­ne Stu­die vor­ge­legt, die ver­sucht, die re­gio­na­len Brenn­punk­te des Ge­sche­hens im Jahr 2050 vor­her­zu­sa­gen. Ei­ner ist dem­nach die baye­ri­sche Hop­fen­an­bau­re­gi­on nörd­lich von München, wo der Roh­stoff des Biers im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes ver­ha­gelt wer­den könn­te. Ein an­de­rer sind die Al­pen. Schnee­si­che­rer Ski­ur­laub wird dort sel­ten wer­den – und noch teu­rer.

Ba­sis der Ana­ly­se ist die An­nah­me, dass die Durch­schnitts­tem­pe­ra­tu­ren in Deutsch­land bis 2050 je nach Re­gi­on um 1,5 bis 3,7 Grad stei­gen wer­den. Au­ßer­dem wur­den vor­han­de­ne Stu­di­en über lo­ka­le Fol­gen aus­ge­wer­tet. Dem­nach ist Ost­deutsch­land, wo es heu­te schon zu we­nig Nie­der­schlag gibt, stark von Tro­cken­heit be­trof­fen. Hit­ze und Schäd­lings­be­fall wer­den vor al­lem dem Thü­rin­ger Wald zu­set­zen. Ähn­lich in Bran­den­burg. Um­ge­kehrt fällt in Tei­len West­deutsch­lands mehr Re­gen. Ein plus von fünf Pro­zent Re­gen­men­ge ist an Rhein und Ruhr vor­her­ge­sagt. Au­ßer­dem häu­fen sich Stark­re­gen, Tor­na­dos oder Ha­gel. Letz­te­rer wür­de in der Hal­ler­tau den Hop­fen­an­bau ge­fähr­den; stei­gen­de Ver­si­che­rungs­aus­ga­ben kön­nen al­ler­dings schon un­ab­hän­gig von kon­kre­ten Schä­den auf die Bier­prei­se durch­schla­gen. Im­mer­hin die Hälf­te der eu­ro­päi­schen Hop­fen­pro­duk­ti­on kommt aus der Re­gi­on.

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